Auf den Spuren der sowjetischen Besatzung in der lettischen Region Nord-Vidzeme und in Südestland
Das „Eckhaus“ - ehem. KGB-Gebäude
Das Gebäude der ehemaligen „Tscheka“ – des Staatssicherheitskomitees der UdSSR (später KGB) – in Riga ist heute öffentlich zugänglich. Hier wurden lettische Bürger von im Volksmund so genannten Tschekisten festgehalten, verhört und umgebracht, weil sie das Besatzungsregime als Gegner betrachtete. In dem Gebäude ist heute eine Ausstellung des Lettischen Okkupationsmuseums über die Aktivitäten des KGB in Lettland untergebracht. Es werden Führungen durch Zellen, Gänge, Keller und den Innenhof angeboten. Das Haus wurde 1911 erbaut und zählt zu den schönsten Bauten in Riga. Im Volksmund als „Eckhaus“ bekannt, wurde es zum schrecklichen Symbol des sowjetischen Besatzungsregimes in Lettland - eine der Stützen der Sowjetmacht. Die Tscheka nutzte das „Eckhaus“ während der sowjetischen Besatzung 1940/41 und dann erneut von 1945 bis 1991. Zehntausende Einwohner Lettlands waren von politischer Verfolgung direkt betroffen. Das harte Vorgehen gegen Gegner der sowjetischen Herrschaft wurde auch nach dem Zweiten Weltkrieg fortgesetzt. Nach Stalins Tod änderten sich die Methoden des KGB unwesentlich. An die Stelle von physischer Folter trat nun Psychoterror. Die Mehrheit der Tscheka-Agenten bestand aus ethnischen Letten (52 %). Russen bildeten mit 23,7 % die zweitgrößte Gruppe. 60,3 % der Mitarbeiter gehörten nicht der Kommunistischen Partei an, 26,9 % verfügten über einen Hochschulabschluss. Das System war darauf ausgerichtet, die lokale Bevölkerung einzubinden und so die Kontrolle über die Gesellschaft zu erlangen. Die Korrespondenz und die Akten der KGB-Mitarbeiter befinden sich heute in Russland. Sie sind für lettische Behörden und Historikern nicht zugänglich.
Lettisches Okkupationsmuseum
Die Museumsausstellung beleuchtet die Geschichte Lettlands von 1940 bis 1991, also die nationalsozialistische und die sowjetische Besatzungszeit.
Das „Haus der Zukunft“ ist ein Projekt des renommierten lettisch-amerikanischen Architekten Gunārs Birkerts zur Renovierung und Erweiterung des lettischen Okkupationsmuseums sowie zur Schaffung einer neuen Ausstellung. Die Ausstellung „Die Geschichte des KGB in Lettland“ befindet sich im sog. Eckhaus, dem ehemaligen Gebäude des Staatssicherheitskomitees der UdSSR (KGB). Das Lettische Okkupationsmuseum wurde 1993 gegründet.
Es erinnert an die lange verdrängte Geschichte Lettlands: den Staat, sein Volk und das Land unter zwei totalitären Mächten von 1940 bis 1991.
2020 umfasste der Museumsfundus mehr als 70000 Objekte (Dokumente, Fotos, schriftliche, mündliche und materielle Zeitzeugnisse, Gegenstände und Erinnerungsstücke). Museumsmitarbeiter haben mehr als 2400 Videozeugnisse aufgezeichnet – eine der größten Sammlungen zum Phänomen Besatzung in Europa. Die Ereignisse, die über die Menschen in Lettland, Litauen und Estland hereinbrachen, sind ein lebendiges Zeugnis für die Erfahrungen der Völker zwischen zwei totalitären Regimen.
Ausstellung „Sowjetische Jahre“ im Museum für Geschichte und Kunst Aizkraukle
Zur Feier des hundertjährigen Bestehens Lettlands eröffnete das Museum für Geschichte und Kunst Aizkraukle im November 2018 die Ausstellung „Sowjetische Jahre“ – die größte Ausstellung im Baltikum, die dem kulturhistorischen Erbe der 1950er bis 1980er Jahre gewidmet ist. Die Ausstellung erstreckt sich über drei Etagen und eine Fläche von 1.060 m2. Sie zeigt das sowjetische Leben in seinen vielen Facetten: Alltag, Arbeit und Freizeit, Bildung und Kultur. Im Erdgeschoss sind Autos aus der Sowjetzeit ausgestellt. Separat ist eine Bibliothek – die Rote Ecke eingerichtet. Eine breit gefächerte Ausstellung lädt die Besucher ein, das Alltagsleben und die Innenausstattung der Wohnungen während der Sowjetzeit zu erkunden: Möbel und Haushaltsgegenstände, Geschirr, Textilien und Elektrogeräte.
Andere Ausstellungsräume sind der Emigration, der sowjetischen Repression, dem Alltagsleben, der Medizin, den staatlichen Strukturen, dem Tourismus und Sport, der Kindheit und Bildung gewidmet. Zu den verschiedenen Exponaten gehören auch sowjetische militärische Utensilien und Uniformen.
Museum der Schlacht bei More
Das Museum befindet sich in More an der Landstraße V319. Es ist den Kämpfen bei More im Herbst 1944 zwischen der Roten Armee und der als Teil des deutschen Militärs kämpfenden Lettischen Legion gewidmet. Gezeigt werden ein Modell zu den Kampfverläufen, Waffen, Militärorden, Uniformen und Militärtechnik. Das Museum mit Park zur Erinnerung an die Schlacht von More wurde von ehemaligen Soldaten der Lettischen Legion - Teilnehmern der Kämpfe bei More – ins Leben gerufen. Im Gedenkpark liegen Schützengräben, Unterstände und Kampfstätten. Die Kämpfe in der Umgebung von More waren Teil der großangelegten Offensive der Roten Armee im Baltikum, an der insgesamt 900.000 Soldaten und enorme Bestände an militärischem Gerät zum Einsatz kamen. Die Umgebung von More war Teil des Befestigungssystems der deutschen Wehrmacht. Lettische Legionäre vereitelten hier Durchbruchsversuche der Roten Armee in Richtung Riga. Dadurch konnte die Wehrmacht Kräfte aus Estland zurückziehen und eine Niederlage verhindern. Die Führung der Roten Armee glaubte, dass der Widerstand des Gegners bei More schnell gebrochen werden könne und setzte ihre unvorbereiteten und unkoordinierten Angriffe hartnäckig fort. Dies führt zu schweren Verlusten. Die Vorteile des Geländes und die Kampfkraft der lettischen Legionäre spielten eine entscheidende Rolle im weiteren Verlauf des Krieges. In More gibt es einen Bruderfriedhof für die gefallenen lettischen Legionäre sowie einen Soldatenfriedhof für die gefallenen Rotarmisten.
Melānija-Vanaga-Museum und sibirische Erdhütte
Das Melānija-Vanaga-Museum ist in der einstigen Dorfschule von Amata (Landkreis Cēsis) untergebracht. Das Museum präsentiert Materialien über das Leben, die dichterische Tätigkeit, die Familiengeschichte und das Lebensschicksal der Schriftstellerin und Kulturhistorikerin Melānija Vanaga: Videoaufnahmen über Sibirien und die dorthin deportierten Letten sowie die nachempfundene sibirische Erdhütte sind wie eine imaginäre Reise in den Verbannungsort der Schriftstellerin - Tjuchtet im Gebiet Krasnojarsk. Aussehen und Einrichtung der Behausung vermitteln einen lebendigen Eindruck vom harten Alltag in der Fremde. Die Erdhütte birgt seltene betagte Gegenstände aus dem Museum in Tjuchtet: ein Gefäß aus Birkenrinde (genannt „Tujesok“), einen Tonkrug („Krinka“ genannt) und eine Petroleumlampe. Das Museum verfügt über Videoaufzeichnungen von Interviews mit politisch Verfolgten aus der Region und achtzehn Figuren aus Melānija Vanagas autobiografischem Buch „Veļupes krastā“. Die virtuelle Ausstellung des Museums „SEI DU SELBST!“ (http://esipats.lv) schildert die Erlebnisse von fünf deportierten Kindern und ihren Eltern, die von den sowjetischen Behörden zu Unrecht des „Vaterlandsverrates“ beschuldigt wurden.
Geheimer sowjetischer Atombunker in Līgatne
Der geheime sowjetische Bunker liegt in der Gemeinde Līgatne in der Region Cēsis etwa 9 m unter dem Gebäude des Rehabilitationszentrums „Līgatne“ und dem angrenzenden Gelände. Der Bunker ist im Rahmen von Führungen öffentlich zugänglich und bietet Auftafeln in der Bunkerkantine und Feiern im sowjetischen Stil sowie das Reality-Spiel „OBJECT-X“. Der Bunker sollte im Falle eines Atomkrieges die Mindestvoraussetzungen für eine langfristige Handlungsfähigkeit des Ministerrates, der Führung des Kommunistischen Rates sowie der Führungsebene der Staatsplan-Komitees der Lettischen SSR schaffen. Die 2000 m2 große unterirdische Bunkeranlage bildete die leistungsfähigste autonome Infrastruktur mit allen notwendigen und modernen technischen Ausstattungen der damaligen Zeit. Der Bunker war einer der strategisch wichtigsten Orte in Sowjetlettland im Falle eines Atomkrieges. Die unterirdische Anlage umfasst einen geschützten Arbeitsraum, einen Schlafsaal mit 250 Betten, Hilfseinrichtungen sowie ein oberirdisches Wohngebäude mit 24 Wohnungen für das Servicepersonal. Alle authentischen unterirdischen Anlagen und Pläne sind erhalten geblieben. Zu sehen sind die autonome Kraftstation mit Dieselgeneratoren und Treibstoffdepot, Klimaanlagen zur Luftreinigung mit Sauerstoffreserven, Wasserversorgungs- und Abwasseranlagen, die wie in einem U-Boot funktionierten, eine Telekommunikationseinheit, die eine direkte Verbindung mit Moskau - dem Kreml - und eine autonome Kommunikation mit allen wichtigen staatlichen Stellen des Landes ermöglichte, eine seltene Karte mit früheren Namen der Kolchosen, die originale Kantine mit typisch sowjetischer Speisekarte, verschiedene Sachen aus der Sowjetzeit und Haushaltsgegenstände.
Atomraketenbasis der Sowjetarmee in Zeltiņi
Die ehemalige Raketenbasis der Sowjetarmee befindet sich in „Medņukalni“ in der Gemeinde Zeltiņi, Region Alūksne. Von 1961 bis 1989 gab es in Zeltiņi, im damaligen Rayon Alūksne, eine streng geheime sowjetische Militäreinrichtung - einen Atomraketenstützpunkt. Hier waren ballistische Mittelstreckenraketen (Boden-Boden-Raketen) vom Typ P-12 (8K63) und P12Y (8K63Y) stationiert, für die es 4 Abschussrampen gab. Ihre Reichweite betrug 2200 km. Die Armee nutzte dafür in diesem Zeitraum ein etwa 300 ha großes, mit Stacheldraht umzäuntes Gelände, weniger als einen Kilometer von der Landstraße P34 Sinole-Silakrogs entfernt. Die Wohnbereiche und der streng geheime Teilkomplex sind noch heute vorhanden. Betonstraßen führen zu den damals gut getarnten Hangars, Abschussrampen und Raketenbunkern. Auf mehreren Dutzend Hektar erstrecken sich verschiedene Bauten, die zur Wartung und Instandhaltung der Atomraketen dienten. Das Gelände verfügte über ein unabhängiges Strom-, Wasser- und Heizungsnetz, das beim Abzug der Armee unbrauchbar gemacht wurde. Ein Teil der Technik wurde damals der Gemeinde überlassen. Heute sind 20 ha des ehemaligen Raketenstützpunktes öffentlich zugänglich. Der südwestliche Teil wird als touristische Sehenswürdigkeit genutzt. Eine Besichtigung umfasst zwei Komponenten: die Dauerausstellung über die Entwicklung des Raketenstützpunktes im Museum Zeltiņi und eine Führung durch das Gelände des ehemaligen Stützpunkts. Auf dem Gelände gibt es die Möglichkeit für ein Laser-Game für bis zu 12 Mitspieler.
Bahnhof Gulbene
Der Bahnhof von Gulbene liegt inmitten der Stadt. 1916-1917 während des Ersten Weltkrieges wurde die bisherige Schmalspurbahnstrecke nach Plaviņas auf eine Spurbreite von 1524 mm umgebaut, um einen Direktanschluss an die Hauptstrecke Riga-Daugavpils zu schaffen. Außerdem wurde eine Strecke nach Ieriķi und Sita gebaut, was die Verbindung nach Pytalowo herstellte. Gulbene wurde so zu einem Eisenbahnknotenpunkt. Das heutige Bahnhofsgebäude, entworfen vom Architekten P. Feders, entstand 1926. Während des Unabhängigkeitskrieges konnte das 1. (4.) Infanterieregiment Valmiera hier am 31. Mai 1919 bei der Befreiung von Gulbene von den Bolschewiken eine beträchtliche Anzahl an Kriegstrophäen in ihre Gewalt bringen. Am 14. Juni 1941 wurden von hier aus sowohl Zivilisten als auch Offiziere der lettischen Armee, die im Sommerlager Litene arretiert worden waren, verschleppt. Im Frühjahr 1944 wurde der Bahnhof als wichtiger Eisenbahnknotenpunkt bombardiert und nach dem Krieg in seinem ursprünglichen Aussehen wiederhergestellt. 2018 wurde hier ein interaktives Bildungszentrum unter dem Motto „Eisenbahn und Dampf“ eröffnet. Neben dem Bahnhof befindet sich die Gulbenes-Alūksnes Bānītis GmbH, die interaktive Workshops und Ausflüge anbietet. Das Bahnhofsgebäude und der Bahnsteig sowie eine Gedenktafel und ein Denkmal für die Deportierten (Bildhauer I. Ranka) können besichtigt werden.
Ehem. Sommerlager der lettischen Armee in Litene
Das Sommerlager der lettischen Armee in Litene befindet sich in einem Waldgebiet in der Gemeinde Litene, dicht am Fluss Pededze. Die Geschichte des Lagers Litene begann 1935, als die Division Latgale der lettischen Armee hier den Aufbau eine Sommerlager in Angriff nahm. Von Mai bis in den Herbst absolvierten in Litene tausende Soldaten Ausbildungs- und Schießtrainingsprogramme. Im Sommer 1941 wurden Offiziere der lettischen Armee von Einheiten der Roten Armee und des NKWD (Vorläufer des KGB) im Sommerlager Litene festgehalten und interniert. Ein Teil der Offiziere wurde in Litene erschossen, andere nach Sibirien deportiert. Am 14. Juni 1941 wurden in den Lagern Litene und Ostrovieši (etwa 10 km von Litene entfernt) mindestens 430 Offiziere verhaftet und nach Sibirien deportiert. Das einzige vom damaligen Lager noch erhaltene Gebäude ist das Lebensmittellager. Von den anderen Bauten sind nur noch Fundamente erkennbar. Eine Aussichtsplattform über der eine lettische Flagge weht, Bänke und eine Lagerfeuerstelle wurden hier inzwischen geschaffen. Mit Unterstützung des Verteidigungsministeriums und der nationalen Streitkräfte wurde ein nicht mehr einsatzfähiges Geschütz aufgestellt. Auch Informationstafeln wurden errichtet. Zum Andenken an die Vorgänge im Sommerlager wurde auf dem Friedhof von Litene eine „Mauer des Schmerzes“ errichtet. Auf YouTube ist im Kanal der lettischen Armee („Latvijas armija“) ein Kurzfilm unter dem lettischen Titel „Litene - Latvijas armijas Katiņa“ (Litene – Das Katyn der lettischen Armee) abrufbar.
Stadtmuseum Alūksne
Das Stadtmuseum Alūksne befindet sich im Neuen Schloss von Alūksne, einem Architekturdenkmal von nationaler Bedeutung, das Ende des 19. Jahrhunderts im neogotischen Stil erbaut wurde. Das Museum verfügt unter anderem über einen den Opfern des Totalitarismus gewidmeten Gedenkraum, in dem die Schicksale der Bewohner der Region Alūksne in Sibirien und im Fernen Osten dokumentiert werden sowie die historische Ausstellung „Fest der Zeitalter“, die thematisch den Zeitraum von der Urgeschichte bis in die Gegenwart abdeckt. Dabei ist dem Beitrag des 7. Infanterieregiments Sigulda zum militärischen, kulturellen und gesellschaftlichen Leben der Region eine besondere Abteilung gewidmet. Das 7. Infanterieregiment Sigulda wurde ab dem 20. Juni 1919 auf dem Gut Naukšēni zusammengestellt. Zunächst wurde eine Kampfgruppe bestehend aus 22 Offizieren und 1580 Soldaten aus dem Reservebataillon der Nordlettischen Brigade gebildet, genannt: Abteilung Dankers. Diese wurde zunächst in das 2. Bataillon des 3. Regiments Jelgava eingegliedert, am 23. August aber, mit der Aufstellung weiterer Kompanien, in das 7. Infanterieregiment Sigulda integriert. Die Einheiten nahmen 1919 an den Kämpfen gegen die Bermondt-Truppen teil und wurden am 5. Januar 1920 an die Front nach Latgale in den Kampf gegen die Bolschewiken geschickt. Nach Abschluss des Friedensvertrages mit Sowjetrussland wurde das Regiment zum Schutz der Ostgrenze Lettlands eingesetzt. Mehr als 200 Soldaten des Regiments ließen im lettischen Unabhängigkeitskrieg ihr Leben, 85 wurden mit dem Lāčplēsis-Orden für militärische Verdienste geehrt. 1921 wurde das 7. Infanterieregiment Sigulda in Alūksne stationiert. Das Neue Schloss von Alūksne diente damals als Hauptquartier des Regiments. Nach dem Zweiten Weltkrieg übernahmen sowjetische Sicherheitsbehörden das Schloss. Ab Ende der 1950er Jahre beherbergte das Schloss verschiedene Kultureinrichtungen: die Kultur- und Kinofizierungsabteilung des Exekutivkomitees, den Pionierpalast, die Bibliothek, ein Kino und das Museum.
Võru Museum
This museum is situated in the city centre of Võru.
The exhibition showcases the history of Võru County from the prehistoric era to the mid-20th century.
It also provides an overview of the birth of the Estonian Republic and the events of the War of Independence in the county. Moreover, the museum boasts one of the most detailed displays on the Forest Brothers in Estonia, including a replica of the interior of a Forest Brother bunker.
Exhibitions on a variety of subjects are regularly displayed in the exhibition hall, where history-themed museum courses can be attended.
Estonian Aviation Museum
The museum is situated in the village of Lange and covers 10 hectares. It was officially opened in 2002. Its goal is to preserve aviation history related to Estonia and to showcase and promote aviation. Its main partners are the Estonian Aviation Academy, the Estonian Air Force, the Border Guard Aviation Group and the Estonian War Museum. The exhibition displays five helicopters and 33 planes, including anti-aircraft missiles. Most of these rare exhibits date from the Cold War era. The museum has a fine collection of aircraft and missiles, with over 600 exhibits. The Aviation Museum holds an annual aviation-themed event on the second weekend in June.
Музей тюремных камер КГБ
Музей находится в Тарту, на углу улиц Riia и Pepleri.
Это филиал Тартуского городского музея. Музей расположен в печально известном "сером доме" на холме Риямяги, которое КГБ использовало в качестве своего Тартуского штаба в 1940-1950-х годах. Подвал использовался в качестве центра предварительного заключения для политических заключенных. Теперь, много лет спустя, он открыт для посетителей. Некоторые камеры (в том числе те камеры одиночного заключения), а также часть коридора были восстановлены в их первоначальном виде. Выставка в бывших тюремных камерах представляет обзор событий Второй мировой войны, послевоенного антисоветского сопротивления в Эстонии, преступлений, совершенных коммунистическим режимом, и условий содержания в центре предварительного заключения. Идея открытия музея возникла у членов бывшей подпольной группы "Сине-Черно-Белое" - группы студенческого сопротивления в Тарту, которые, посетив места своих бывших застенок, обнаружили, что подвал заброшен и что восстановить прежний вид тюрьмы не составит большого труда. Музей был официально открыт 12 октября 2001 года.
Военный аэродром Раади
Аэродром Раади представляет собой бывшую военную авиабазу на северо-восточной окраине Тарту.
Русский пилот Сергей Уточкин вошел в историю, совершив первый моторизованный полет в Эстонии на биплане "Фарман" над поместьем Раади 14 апреля 1912 года. Барон Липхарт, владелец поместья, летом 1914 года превратил для этого свои сельскохозяйственные угодья во взлетно-посадочную полосу. В межвоенный период - годы независимости Эстонии - в Раади дислоцировалась 2-я эскадрилья авиационного полка. В 1950-е и 1960-е годы аэродром был переоборудован в одну из крупнейших авиабаз в Восточной Европе, на которой размещались стратегические бомбардировщики дальнего радиуса действия. Считается, что последняя посадка самолета в Раади произошла в 1996 году. Планы по реконструкции аэродрома были отменены в 1999 году. С тех пор аэродром был выведен из эксплуатации.
Аэродром расположен рядом с поместьем Раади. В 1922 году в усадьбе, которая была экспроприирована у семьи Липартов в 1919 году, был создан Эстонский национальный музей. От воздушных бомбардировок в августе 1944 года дворец усадьбы загорелся и сгорел дотла. В 2016 году в Раади открылось новое здание Эстонского национального музея, расположенное в конце бывшей взлетно-посадочной полосы. Здание длиной 350 метров, возвышающееся над землей, создает впечатление продолжения взлетно-посадочной полосы.
Военный музей-тематический парк в городе Валга
Музей и тематический парк демонстрируют тематику внутренней безопасности и военной истории Валги и Эстонии. Это место идеально подходит для организации летних детских и молодежных лагерей с полевыми мероприятиями и экскурсией по местам сражения Второй мировой войны у реки Вяйке-Эмайыги. Программа включает в себя мастер-класс по приготовлению горохового супа (популярный армейский суп в Эстонии), использование камуфляжных красок для лица и ориентирование в лесу.
Выставка в тематическом парке включает военную технику, артиллерию, вертолет Ми-8, пожарную машину и различные типы пулеметных дотов и морских мин. Экскурсия заканчивается в бункере Лесных братьев, где по предварительному заказу взрослым предлагают крепкий алкогольный напиток "лесных братьев", и бутерброды с копченым салом и луком. Для более серьезных энтузиастов в музее представлена самая большая коллекция оружия в Эстонии. Силы обороны Эстонии, Управление полиции и пограничной охраны, Кайтселийт (Лига обороны Эстонии) и Полиция безопасности организуют в музее демонстрации выполняемых ими обязанностей. К ним присоединяются Латвийская полиция, Пограничная охрана и Государственная пожарно-спасательная служба Латвии.
В рамках программы можно посетить район оборонительной линии "Walk" близ Валги, где на реке Вяйке-Эмайыги были реконструированы траншеи и доты на бывших немецких укрепленных позициях.
Железнодорожная станция Валги, построенная немецкими пленными
Главное здание железнодорожного вокзала Валга (Ленинградское управление транспортного планирования, архитектор: Виктор Ципулин) было завершено в 1949 году. Это удлиненное двухэтажное сооружение с авангардным корпусом и шатровой крышей, архитектурной достопримечательностью которого является семиэтажная квадратная башня. Это один из лучших и самых выдающихся примеров сталинской архитектуры в Эстонии. То, что оно так хорошо сохранилось в своем первоначальном виде, придает ему еще больше значимости. Железнодорожный вокзал был построен вскоре после Второй мировой войны на месте здания царского времени, разрушенного советскими бомбардировками до основания. Поскольку после войны в Валге содержались немецкие военнопленные, вполне вероятно, что они строили и железнодорожный вокзал.
Железнодорожная станция в Валке (Valka)
Железнодорожная станция в Валке находится в конце улицы Порука, рядом с железнодорожными путями, которые сегодня не используются. Здание вокзала можно осмотреть только снаружи, есть информационные щиты о важности железной дороги в Валке / Валге. Рядом со зданием вокзала установлен мемориальный камень в память о депортированных в Сибирь 14 июня 1941 года. Здание вокзала построено примерно в 1896/97 году. Изначально здесь были проложены узкоколейные железнодорожные пути на участке Валка - Руйена - Пярну. Железная дорога сильно пострадала во время Первой мировой войны. После прохождения государственной границы железнодорожная станция Валка (Валка II) стала пограничной станцией. В конце сентября 1920 года в Валку прибыла специальная комиссия Железнодорожного управления, которой было поручено провести переговоры и заключить с Эстонией договор о перевозке пассажиров со станции одной страны на станцию другой. Пути между станциями Лугажи, Валка и Валга, которые образовывали треугольник между собой, также имели стратегическое значение для разворота бронепоездов в обратном направлении.
В советское время армия СССР использовала станцию для доставки баллистических ракет в Валку. В ночь с 13 на 14 июня 1941 года произошла массовая депортация латвийского населения во внутренние районы СССР. Без приговора суда, предварительного предупреждения и объяснений в вагонах для скота из Валки и окрестностей с железнодорожной станции Валка было депортировано более 90 человек. В сентябре 1944 г. при отступлении немецкой армии станция была разрушена.
Подземные бункеры в Валке (Valka)
Бункеры Валки находятся в центре Валки, на левой стороне улицы Аусекля, рядом со школой Адама Терауда. Бункеры можно осмотреть только снаружи. Бункеры Советской армии в Валке были одним из самых секретных мест в Советской Латвии, куда можно было попасть только по спецпропускам. С 1953 по 1989 год здесь располагался резерв стратегической ракетной связи Советской Армии. Для постройки бункеров большие автомобили с 16 колесами привезли крупные железобетонные блоки. Когда все три бункера были построены, их засыпали щебнем для дополнительного укрепления и теплоизоляции. В бункерах размещался резервный центр стратегической ракетной связи, который находился в подчинении Ленинградского центра связи.
Из этих бункеров регулировались шахты с армейскими ракетами. В районе Валки и Валги их было 20. В октябре 1962 года, во время Карибского кризиса, эти ракеты были готовы к бою и были нацелены на Флориду. Легенда гласит, что не хватило всего пары часов, и они действительно были бы запущены. Рядом со школой Адама Терауда и подземными бункерами находится шведский (Шереметьевский) шанец. Искусственный земляной вал был построен в начале Северной войны, около 1702 года, для защиты Валки от шведов. Шанец самой крутой стеной обращен к Эргеме, а другая сторона выходит на улицу Аусекля.
Ausstellung zum kulturhistorischen Erbe des Städtchens Seda (1953-1990) und Architektur der Stalinzeit
Die Städtchen Seda wurde ursprünglich als Arbeitersiedlung errichtet, zusammen mit der 1953 entstandenen Torffabrik. Das Gebäude der Torffabrik wurde zu einem Großbauprojekt des Allunions-Komsomol (kommunistische Jugendorganisation) erklärt. Junge Leute aus der ganzen Sowjetunion kamen nach Seda. Sie prägten den Charakter und das Gesicht des Ortes. 1954 wurde Seda rechtlich zu einer Arbeitersiedlung und 1961 zu einer städtischen Arbeitersiedlung erklärt. Am 14. November 1991 erhielt die städtische Siedlung Seda mit ländlicher Umgebung den Status als Stadt mit ländlicher Umgebung.
Im Kulturhaus von Seda ist eine Ausstellung zum kulturellen Erbe zu sehen.
Die Ausstellung zeichnet die Entwicklungsgeschichte von Seda und seiner Umgebung nach, angefangen mit der Zeit, als sich an der Stelle, wo später die Stadt Seda entstand, noch die Ländereien des Bauernhofes „Salānieši“ erstreckten. Dazu gehören Geschichten über die Gründe und den Verlauf der Entstehung der Stadt, die Geschichte der Torfabrik Seda und andere Zeitzeugnisse. Inhaltlich stützt sich die Ausstellung hauptsächlich auf Archivmaterialien - Protokolle, Beschlüsse und Verordnungen. Um einen lebendigen Eindruck von dieser Epoche zu vermitteln, ist der Ausstellungsraum mit einem für die damalige Zeit typisch eingerichteten Funktionärsbüro ausgestattet. Die Ausstellung wird durch Haushaltsgegenstände aus der Sowjetzeit und verschiedene Zeitdokumente in den Vitrinen bereichert.
Gedenkstätte für die Opfer des Zweiten Weltkrieges
Das Mahnmal in Valmiera wurde 1985 eröffnet. Im Vorfeld wurden im Raum Valmiera gefallene sowjetische Soldaten und Opfer des Nazi-Terrors auf diesen Weltkriegsfriedhof umgebettet. Das Gedenkensemble wurde von den Bildhauern Zigrīda Rapa und Juris Rapa, den Architekten Ēvalds Fogelis, Jānis Lejnieks, Jānis Rutkis, Andris Vītols und dem Bauingenieur Ivars Veldrums geschaffen. Für die Anlage wurde Kalktuffstein aus der Umgebung von Allaži verwendet. Das Hauptmotiv einer gespaltenen Linde lehnt an das Stadtwappen von Valmiera an. Zwei Skulpturen auf beiden Seiten des Ensembles stehen für den Rhythmus von Leben und Tod. Die dem Fluss Gauja zugewandte halbkreisförmig formierte Figurengruppe symbolisiert die Grenze zwischen Gestern und Heute. Auf der Stadtseite ist das Gesamtbild in die Form eines Bogens eingewoben. Die Figur eines Soldaten, dessen diagonale Armlinie eine Stütze für den toten Kameraden bildet, ist dem Betrachter zugewandt, der die Brücke von der Stadtseite her überquert. Auf dem oberen Gräberfeld liegen die Gefallenen in Reihen Seite an Seite, wie sie auch im Kampf zusammengestanden haben. Das untere Gräberfeld trägt eine eigene Komposition - den Goldenen Apfelbaum. Eine Granitplatte markiert die Stelle, an die ermordete Juden umgebettet wurden. Einige künstlerische Elemente der Anlage, darunter die Äpfel aus Bronze, die unter einem echten Apfelbaum angebracht waren und in denen die Schöpfer des Ensembles Botschaften für die Nachwelt eingearbeitet hatten, gingen in den 1990er Jahren verloren. Neben dem Mahnmal besteht die Möglichkeit, über einen QR-Code Informationen eines Audioguide auf Lettisch, Russisch, Englisch, Estnisch oder Deutsch abzurufen.