Deutscher Soldatenfriedhof Saldus Gedenkstätte
Der deutsche Soldatenfriedhof Saldus liegt an der Landstraße Saldus-Ezere. Mehr als 27 000 gefallene deutsche Soldaten wurden hierher umgebettet.
Von Mai bis September ist in einem Gedenkraum eine Ausstellung über die sechs großen Kurlandschlachten zugänglich. Am Wochenende sind nach Vereinbarung Führungen möglich. Listen der auf dem Soldatenfriedhof Saldus als auch in ganz Lettland beigesetzten deutschen Soldaten sind hier einsehbar. Die Ausstellung umfasst Fotos, Gegenstände und Erinnerungsstücke, die der Gedenkanlage von Angehörigen der Gefallenen geschenkt wurden.
Die 1997 eingeleitete Erforschung von Kriegsgräbern und Umbettungen von Soldaten ist bis heute nicht abgeschlossen. Die Namen der umgebetteten Soldaten zeigen, dass neben Deutschen und Österreichern auch Letten, Esten, Litauer, Norweger, Dänen und Vertreter anderer Nationalitäten im deutschen Militärdienst standen.
Verwendete Quellen und Referenzen:
Zugehörige Zeitleiste
Zugehörige Geschichten
"Der Krieg ist erst vorbei, wenn der letzte Soldat begraben ist" (Deutscher Soldatenfriedhof Saldus)
Kurzeme wurde am 10. Oktober 1944 zu einem separaten und eigenständigen Schlachtfeld. Etwa 500 000 deutsche Soldaten wurden als eingeschlossen gezählt. Nach den Berichten des Hauptquartiers der 1. Baltischen Front war nur eine "kleine Anstrengung" erforderlich, um die gesamte Ostseeküste vollständig zu befreien. Die Kämpfe in Kurland dauerten jedoch noch sieben Monate an, und Kurland wurde zu einem Symbol für das Ende des Zweiten Weltkriegs.
Während der siebenmonatigen Kämpfe bis Mai 1945 verloren die deutschen Streitkräfte in Kurland 154 108 gefallene, verwundete und vermisste Soldaten. Seit 1997 werden die Soldatenfriedhöfe in der Nähe von Saldus gesichtet und umgebettet. Derzeit sind hier 27 000 Namen gefallener Soldaten zu finden.
Vermisste deutsche Soldaten während der Schlacht um Kurland - Karl Grimm
Über die rund 50.000 Soldaten in der Dokumentation der deutschen Heeresgruppe "Nord" gibt es noch keine eindeutigen Angaben. Diese Soldaten werden im Einsatz vermisst. Noch heute versuchen die Angehörigen dieser Soldaten, sowohl dokumentarische als auch physische Spuren ihrer Verwandten und Vorfahren in Kurzeme zu finden. Eine dieser Geschichten handelt von Karl Grimm, einem deutschen Soldaten aus Schwaben (eine historische Region im Südwesten Deutschlands, am Zusammenfluss von Rhein und Donau), der am 27. Oktober 1944 in der Nähe von Landwirtshaus Krūmi vermisst wird (ca. 5 km nach NW von Vaiņode).
Vermisste Soldaten der deutschen Armee während der Schlachten in Kurzeme - Hermann Faul
Die Dokumentation der deutschen Heeresgruppe „Nord“, die später in „Kurland“ umbenannt wurde, während der Belagerung von Kurland enthält noch immer keine eindeutigen Angaben über etwa 50.000 deutsche Wehrmachtssoldaten. Diese Soldaten werden im Einsatz vermisst. Noch heute versuchen die Angehörigen dieser Soldaten, sowohl dokumentarische als auch physische Spuren ihrer Verwandten und Vorfahren in Kurzeme zu finden. Eine solche Geschichte handelt von Hermann Faul, Zimmermann, eine Tochter. Sein Enkel Michael Molter hat ein Stein zum Andenken des vermissten Grossvaters aufgestellt.
“Graben sind besser als Gräber!”
"Der Befehl der Heeresgruppe „Kurland“ lautet: “Bauen und bauen!” Es ist eine Aufgabe für jeden Soldaten der Front der rückwärtigen Dienste. Die am besten von dem Wort gekennzeichnet wird: “Graben sind besser als Gräber!”"
Pieta oder "Māmuļa"-Gedenkensemble in Nīkrāce
Pieta oder Mammy ist ein bekanntes Motiv in der europäischen Kultur und Kunst und wurde auch in der Sowjetzeit verwendet.
Aschenbecher mit Pantherkopf aus deutschen Festungsanlagen
In der Nähe von Krotė befanden sich die letzten Befestigungslinien der Heeresgruppe "Kurzeme", und es wurden dort zahlreiche Gegenstände aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden.
Erinnerungen des aus Ezera stammenden Jānis Miesnieks an das Ende des Zweiten Weltkriegs in Ezera
Das Museum für Kultur- und Heimatgeschichte von Ezere, das „Zollhaus“, befindet sich in einem historisch bedeutsamen Gebäude. Am 8. Mai 1945 wurde hier die Kapitulationsurkunde der an der Kurzeme-Front eingekesselten deutschen Wehrmachtseinheiten unterzeichnet.
Der ehemalige Einwohner von Ezer, Jānis Miesnieks (geb. 1930), teilt seine Erinnerungen an die Ereignisse jenes Tages.
Schlacht um Kurland 1944 - 1945
Der Text gibt einen Überblick über die Entstehung Kurlands als eigenständigen und isolierten Kriegsschauplatz im Oktober 1944. Beschrieben werden die Versuche der Roten Armee, die Landverbindung der deutschen Heeresgruppe „Nord“ mit Deutschland zu unterbrechen, sowie die erfolgreiche Memeler Offensivoperation, durch die rund 500.000 Soldaten der deutschen Streitkräfte in Kurland eingeschlossen wurden. Zudem wird der siebenmonatige Verlauf der Kämpfe bis Mai 1945 dargestellt, ebenso die Verluste der deutschen Truppen, die Zerstörung der Soldatenfriedhöfe in der Nachkriegszeit und die in den 1990er Jahren begonnene Exhumierung der Gefallenen.






















