Historische Ausstellung „Das Feuer des Gewissens“
Museum
Die historische Ausstellung „Das Feuer des Gewissens“ befindet in der Nähe des Schlossplatzes von Cēsis. Sie wurde in den Arrestzellen für Untersuchungshäftlinge aus der Sowjetzeit eingerichtet und informiert über die Okkupation Lettlands und über erstaunliche und mutige Beispiele des individuellen Widerstandes. Im Hof trägt eine Mauer des Gedenkens die Namen von 643 Einwohnern des ehemaligen Kreises Cēsis, die der sowjetischen Verfolgung zum Opfer fielen: Menschen, die 1941 oder 1949 deportiert wurden sowie erschossene oder zum Tode verurteilte nationale Partisanen. Eine Zeittafel veranschaulicht die Abfolge der Ereignisse in den Besatzungsjahren von 1939 bis 1957. Thematisch geordnete Ausschnitte aus Lokalzeitungen stellen die politische Propaganda beider Besatzungsregime gegenüber. Die sechs Arrestzellen für Untersuchungshäftlinge sind etwa in dem Zustand von 1940/41 und – wie in den Nachkriegsjahren üblich – erhalten. Hier waren Einwohner des Kreises Cēsis wegen verschiedener antisowjetischer Aktivitäten für einige Tage inhaftiert, deren Voruntersuchungen und Verhöre hier stattfanden, bevor sie in die Tscheka (KGB)-Zentrale nach Riga überstellt wurden, darunter nationale Partisanen, Partisanenunterstützer, Jugendliche, die „antisowjetische“ Flugblätter verteilt hatten und andere sog. „Vaterlandsverräter“. Hier ist alles original erhalten - die Arrestzellen nebst den mit Essens-Durchreichen ausgestatteten Eisentüren, Holzpritschen, ein Häftlingsklo, eine kleiner Küchenraum mit Herd und die typischen ölgestrichenen Wände der Sowjetzeit.
2019 gewann die Ausstellung den dritten Platz im alljährlichen nationalen Designwettbewerb Lettlands.
Verwendete Quellen und Referenzen:
https://sirdsapzinasugunskurs.lv
https://pelecalasitava.lv/cesu-stura-maja
Bildungsprogramme
Museumspädagogische Lektion „Wie kann man die Demokratie schützen?“
Ziel der Unterrichtseinheit ist es, die nationale Identität, das staatsbürgerliche und nationale Zugehörigkeitsgefühl junger Menschen zu stärken. Sie vermittelt ihnen das notwendige Wissen über die Grundwerte der Demokratie und schärft ihr Verständnis für die mögliche Bedrohung, die im Unterricht mit den Ereignissen der lettischen Geschichte der 1940er Jahre – der Besatzung und dem Verlust der Unabhängigkeit – verknüpft wird. Die Ausstellung bietet jungen Menschen die Möglichkeit, interaktiv zu entdecken, warum die Wiederherstellung der Demokratie im besetzten Lettland 1940 unmöglich war. Sie können fünf authentische Gefängniszellen besichtigen, in denen die Bewohner des Bezirks Cēsis, die während der Besatzung von der Tscheka-Abteilung der Lettischen SSR verhaftet wurden, inhaftiert waren, und die Geschichten des Widerstands und das Schicksal dieser Menschen kennenlernen.





























