Die Todesinsel Gedenkstätte

Todesinsel
Todesinsel
Insel des Todes. Eine große Delegation von Beamten am Denkmal für gefallene lettische Schützen, 1937. Quelle: LNB-Digitalsammlung „Das verlorene Lettland“.
Gemeinde Daugmale. Von der Armee gebaute Brücke über den Fluss mit einer Schmalspurbahn, 1917. Quelle: LNB-Digitalsammlung „Lost Latvia“.
3. Schützen des kurländischen lettischen Schützenbataillons mit Bataillonskommandeur Jānis Kalniņš (2. von rechts) auf der Todesinsel, 1916. Quelle: Lettisches Kriegsmuseum.
Lettische Schützen auf der Todesinsel, 1916. Beachten Sie die in den Dolomitfelsen eingravierten Markierungen. Quelle: Lettisches Kriegsmuseum
Evakuierung eines verwundeten lettischen Schützen von der Todesinsel nach Ikšķilis, 1916. Quelle: Lettisches Kriegsmuseum
Lettische Schützen auf der Todesinsel, 1916. Quelle: Lettisches Kriegsmuseum
Lettische Schützen beim Giftgasabwehrtraining, 1916. Quelle: Lettisches Kriegsmuseum
Lettische Schützen auf der Todesinsel. Einige Stellungen wurden in alten Steinbrüchen oder auf einem Friedhof errichtet, 1916. Quelle: „Todesinsel“. Wikipedia, die freie Enzyklopädie, https://lv.wikipedia.org/w/index.php?title=N%C4%81ves_sala&oldid=3276664%3E
Lettische Schützen auf der Todesinsel in der Nähe eines deutschen Soldaten abgenommenen Maschinengewehrs, 1916. Quelle: Lettisches Kriegsmuseum
2. Schützen des Rigaer Lettischen Schützenbataillons und Oberarzt Gerhard Feders (1. von links) im Unterstand des Lazaretts auf der Todesinsel, Sommer 1916. Quelle: Lettisches Kriegsmuseum.
Stellungen der russischen kaiserlichen Armee auf der Todesinsel, 1916. Quelle: Lettisches Kriegsmuseum.
Stellungen der russischen kaiserlichen Armee auf der Todesinsel, 1916. Quelle: Lettisches Kriegsmuseum.
Auf der Todesinsel ein Denkmal für die Gefallenen [193-]. Quelle: LNB-Digitalsammlung „Lost Latvia“.
Die zerstörte Kapelle auf der Todesinsel, 1917. Quelle: Lettisches Kriegsmuseum.
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 Daugmales pag., Ķekavas novads, Lettland
 +371 25412566
 Agrita Grīnberga, Ķekavas Tūrisma informācijas centrs
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Die heute aus mehreren kleinen Inseln bestehende Inselgruppe liegt inmitten der Daugava, an der Südseite des heute durch die Staumauer des Rigaer Wasserkraftwerkes gebildeten Stausees, in der Nähe von Daugmale. Die sog. Todesinsel war einer der schrecklichsten und legendärsten Schauplätze des Ersten Weltkriegs. Als sich die russische Armee 1915 auf dem Rückzug aus den lettischen Regionen Kurland und Semgallen befand, blieben einige Einheiten am linken Ufer der Daugava zurück, wo sie Abwehrstellungen gegen die deutsche Armee bezogen. Eine Brücke verband beide Flussufer. Hier kam es zu einem der größten Giftgaseinsätze auf dem Gebiet des heutigen Lettland. Die lettischen Soldaten nannten den Frontabschnitt „Todesinsel“, während er für Soldaten anderer Nationen die „Hölle“ war. Die Stellungen auf der Todesinsel waren von strategischer, aber auch symbolischer Bedeutung. Für die lettischen Soldaten war es ein Teil des deutsch besetzten Kurland. Die Kämpfe fanden an den Ufern der Daugava in der Nähe von Ikšķile (dt. Üxküll) statt und wurden im historischen Bewusstsein mit den Abwehrkämpfen der Urahnen gegen die deutschen Kreuzzüge assoziiert. Heute ist die Stätte per Boot erreichbar. Nur ein Teil der Inseln – das nicht vom Stausee überflutete Gebiet – kann besichtigt werden. Ein von E. Laube entworfenes Denkmal ist erhalten geblieben. Einige Abschnitte der Abwehrstellungen wurden rekonstruiert. Am Ufer der Daugava am Kābeļkalns in Ikšķile gibt es eine Infotafel. Erst nach der Aufstauung der Daugava im Rahmen des Baus des Rigaer Wasserkraftwerkes entstanden die heutigen Inselchen.

Verwendete Quellen und Referenzen:

Hartmanis, J. Lettische Schützen auf der Insel des Todes. Riga: Mantojums Verlag, 2014.