I Erster Weltkrieg, I Unabhängigkeitskriege, II Zweiter Weltkrieg, IV Die sowjetische Besatzung und der Kalte Krieg

Zeugenaussagen zu militärischen Ereignissen in Setoma – dem Land Seti

Freiheitskriegsdenkmal für die Region Petseri

Das Denkmal für den Freiheitskrieg im ehemaligen Landkreis Petserimaa wurde in Värska nach im Jahr 1938 fertiggestellten Entwürfen und Fotografien des Bildhauers Roman Haavamäe errichtet. Das Schicksal des Denkmals hat das wohl einzigartigste Schicksal aller in Estland wiederhergestellten Denkmäler des Freiheitskrieges. Es sollte ursprünglich 1940 im Freiheitspark der Stadt Petseri (dt. Petschur) errichtet werden, doch die sowjetischen Besatzungsbehörden verhinderten die Aufstellung gleich zweimal – 1940 und 1944. Erst mit 80 Jahren Verspätung wurde das Denkmal an seinem neuen Standort im Setomaa-Gemeindezentrum von Värska aufgestellt. Es trägt das Wappen der Stadt Petseri, da das Geld für die Errichtung des Denkmals einst durch Spenden der Einwohner dieses Ortes gesammelt wurde. Die Gedenkstätte erinnert an die große Zahl von Gefallenen – Schätzungen zufolge starben in den Kämpfen in Petserimaa etwa 350 Soldaten. Das Denkmal ist ein etwa fünf Meter hoher Quader, auf dessen Spitze die Statue eines Mannes thront, der ein Schwert sowie einen mit drei Leoparden verzierten Schild trägt.

Besucherzentrum Värska und Nordlager

Die Jugendstil-Sommerresidenz des Generals Nikolai Reek (Reek-Haus; estn. Reegi maja), die man im ursprünglichen Stil restauriert hat, liegt in wunderschöner Natur am Ufer des Õrsava-Sees in Värska. 

Seit Juni 2020 beherbergt das Haus das Besucherzentrum von Värska, dessen Aufgabe es ist, die besonderen geschichtlichen Aspekte der Region aufzuzeigen und vorzustellen. Die Ausstellung vermittelt einen Überblick über das in den 1920er Jahren hier errichtete "Nordlager von Petschur" (estn. Petseri Põhjalaager), über die Ereignisse des Freiheitskrieges und über die Verwendung von Heilschlamm und Mineralwasser im hiesigen Sanatorium.

Saatse Museum

Das Museum von Saatse liegt in einer entlegensten Gegenden Südostestlands, nahe der Grenze zu Russland. Die neue Dauerausstellung "Alles hat seine Grenze(n)" untersucht die Entwicklung der Kulturen in den Grenzgebieten vor dem Hintergrund der politischen und militärischen Geschichte und regt die Besucher zum Nachdenken über "die Grenzen um uns herum und in uns" an. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen der besondere Charakter der Gegend um Saatse sowie Aspekte der ethnischen und kulturellen Situation in Setomaa, die bisher noch nicht umfassend dargestellt wurden. Das Thema Grenzen zieht sich durch die gesamte Ausstellung, um so die die spezifische Kultur der Setus, die sich in diesem Grenzgebiet entwickelt hat, aus sozialer, naturkundlicher, kultureller, politischer, wirtschaftlicher und militärgeschichtlicher Sicht zu beleuchten.