Wir waren alle Söhne von Vätern, die den Unabhängigkeitskrieg gewonnen haben

Endel Laul erzählt die Geschichte seines Vaters, der im estnischen Unabhängigkeitskrieg an der Schlacht von Kõnnu teilnahm und nur knapp der Hinrichtung entging.

Sein Vater wurde 1895 geboren und er entging im Unabhängigkeitskrieg aufgrund eines seltsamen Unfalls, der seine Wurzeln im vorherigen Krieg hatte, in die Hände der Roten zu fallen. In der Schlacht von Kõnnu trat er vom 17. bis 18. Januar in den Unabhängigkeitskrieg ein. Dezember 1918. Er sagte noch in meiner Kindheit, dass er mit vier Männern aus dem Dorf Kõnnu im Schulhaus von Kõnnu im Kampf war. Das Wetter war grausig und Wasser lief über ihn und wahrscheinlich über die Stiefel anderer Männer im Graben. Als die Roten jedoch durchbrachen, floh er in seine Heimat, den nahegelegenen Hof Rätsepa. Die roten Lichter kamen, fanden die Waffe und die Patronen. Sie beschnupperten das Gewehr und es war sofort klar, dass es abgefeuert wurde.

In den Augen seines Vaters, seiner Mutter und seiner älteren Schwester Adeele wurde er bereits auf den Kellerhügel gebracht. Es war das gleiche, als würde man es beim Schießen an die Wand stellen. Der Befehl „Feuer!“ ertönte bereits. Gleichzeitig gab es einen weiteren Befehl von hinten: "Leave!". Alles natürlich auf Russisch. Die Gewehre wurden gesenkt, der Vater wurde nicht von den Gewehren getroffen.

Es stellte sich heraus, dass der Befehlshaber des „Weg!“ im Ersten Weltkrieg neben seinem Vater an der Daugava im Schützengraben gekämpft hatte. Der Vater als gebildeter Mann wurde dort respektiert. Die 3-jährige Landschule in Kõnnu hatte ihm so viele Russischkenntnisse vermittelt, dass sein Vater im Krieg half, Briefe an die Häuser von Analphabeten zu schreiben.

Storyteller: Endel Laul
Used sources and references:

Endel Laul: Wir waren alle Söhne von Vätern, die den Unabhängigkeitskrieg gewonnen haben. Vooremaa 03.03.2008. https://www.vooremaa.ee/endel-laul-me-koik-olime-vabadussoja-voitnud-isade-pojad/

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Monument to the Battle of Kõnnu

This monument is located by the Jõgeva-Mustvee road near the small borough of Torma.

Commissioned by the head of the Defence League’s Torma regional unit Leopold Kraus, it was unveiled on 27 July 1930. It was destroyed on 26 October 1948 and its parts buried. On 14 July 1988 the parts were recovered and used to restore the monument, which was unveiled anew on 15 October that year. Some of the original parts lie near the current monument.