Jēkabpils Guards House (heute das People's House)
Infrastruktur

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Bau des Wachhauses von Jēkabpils. Zweite Hälfte der 1930er Jahre
Sagatavoja L.Keiša, Jēkabpils Vēstures muzeja Galvenā krājuma glabātāja (2025.g.)
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 Vecpilsētas laukums 3, Jēkabpils, Lettland
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Das Jēkabpils Aizsargu nams (heute Volkshaus) war eines der ältesten Wachhäuser im Lettischen Freistaat. Solche eigens errichteten Häuser gab es auch in anderen lettischen Städten: Madona, Vandzene, Valka, Malta und in der Region Talsi. Das Gebäude des Jēkabpils Aizsargu nams ist bis heute erhalten und beherbergt heute das Jēkabpils Volkshaus. Eine am 9. November 2016 angebrachte Gedenktafel belegt, dass das Haus der Nationalgarde gehörte und bestätigt, dass es sich um das Jēkabpils Aizsargu nams handelt, das 1937 nach den Plänen von Makšis Lecs erbaut wurde.

Das Haus diente der Organisation als Ort für ihre Aktivitäten und als Zufluchtsort und gleichzeitig als Zentrum zur Bewahrung und Pflege der Idee der nationalen Kultur.

Das Wachhaus ist ein zweistöckiges, verputztes Backsteingebäude mit konstruktivistischen Elementen. Es zeichnet sich durch funktionalistische, profilierte Dachvorsprünge und rhythmische Fensterreihen aus, die die horizontale Gliederung der Fassade betonen. Diese wird kontrastierend durch markante vertikale Volumen, wie beispielsweise Treppenhäuser, unterbrochen. Die originale Innenausstattung der Halle im volkstümlichen Stil ist vollständig erhalten geblieben – ein von Säulen getragener Balkon mit Holzverzierungen und ein dekorativer Deckenschmuck mit einem Ohrmotiv in der Mitte.

Am 8. Juli 1940 wurde die Gardeorganisation durch Beschluss der lettischen Besatzungsregierung landesweit aufgelöst, und das Gardehaus Jēkabpils wurde aufgelöst. Stattdessen beherbergte das Gebäude das Kulturhaus Jēkabpils, das 1948 in Kulturhaus Oškalns und seit 1990 in Volkshaus umbenannt wurde.

Das Gebäude kann von außen besichtigt werden, das historische Innere ist jedoch nicht erhalten. Eine 2016 am Eingang angebrachte Gedenktafel weist darauf hin, dass sich von 1937 bis 1940 das Wachhaus von Jēkabpils in diesem Gebäude befand.

Verwendete Quellen und Referenzen:

Gailite. S., Jēkabpils. Riga: Gandrs, 2002, p. 37.

https://www.bdaugava.lv/aktualno/aizsargu-nams-atgust-savu-nosaukumu/

https://www.lsm.lv/raksts/zinas/latvija/jekabpils-aizsargu-nama-nakotne-apdraudeta.a257964/