II Zweiter Weltkrieg, III Nationale Partisanenbewegung - Waldbrüder, IV Die sowjetische Besatzung und der Kalte Krieg, Unabhängigkeit der baltischen Staaten

„Eiserner Vorhang“ an der litauischen Küste

Dzelzs priekškars
Lietuva: Piejūra
Dauer: 1 Tag
Klaipēda - Giruliai - Palanga

Die Route führt in die Geschichte des Zweiten Weltkriegs, die Zeit der Partisanen und der sowjetischen Besatzung sowie die Wiedererlangung der Unabhängigkeit ein. Die Schüler besuchen militärische Befestigungsanlagen, Museumsausstellungen, ein Minenräumschiff und ein Museum der Widerstandsbewegung, die die Realität des Krieges veranschaulichen. Der Ausflug verbindet authentische Orte, interaktive Erlebnisse und persönliche Geschichten über die historischen Ereignisse des 20. Jahrhunderts.

Was die Tour beinhaltet

Die baltischen Staaten bildeten während der Sowjetzeit und des Kalten Krieges die westlichste Grenze der Sowjetunion. Dahinter lag der von der sowjetischen Propaganda proklamierte „verfallende Westen“. Damit die sowjetische Bevölkerung nicht sehen und erfahren konnte, wie die Menschen im Westen des Sowjetimperiums lebten, wurden die Grenzen der UdSSR streng bewacht. Mit dem Zusammenbruch des totalitären Sowjetregimes fiel auch der Eiserne Vorhang. Auf dieser Exkursion können Schüler die Geschichte des 20. Jahrhunderts auf vielfältige und spannende Weise kennenlernen – sowohl in Museen als auch anhand historischer Objekte in der Natur. In der Ausstellung „Museen 39/45“ zum Zweiten Weltkrieg erfahren sie mehr über die Kriegsereignisse in Klaipėda und Umgebung. Interaktive Ausstellungen, animierte Karten und authentische Objekte veranschaulichen, wie der Krieg die Stadt und ihre Bewohner prägte. Ein besonderes Erlebnis ist die Möglichkeit, den Sand von den Exponaten mit den Fingern zu entfernen und so den Alltag der Menschen während des Krieges zu entdecken. Im Minenabwehrschiff-Museum M52 „Sūduvis“ können Schülerinnen und Schüler ein echtes Kriegsschiff betreten, authentische, noch einsatzfähige Ausrüstung besichtigen und erfahren, wie Minen auf See aufgespürt und unschädlich gemacht werden. So erhalten sie Einblicke in den Alltag der Seeleute, die Militärtechnik und die Bedeutung des Schiffes für die litauische Marine. In der Küstenverteidigungsbatterie „Memel-Nord“ lernen sie die militärischen Befestigungsanlagen des Zweiten Weltkriegs an der Ostsee kennen. Anhand der Betonstrukturen und der Ausstellung erfahren die Besucher, wie Klaipėda geschützt wurde und wie die Küstenartillerie funktionierte. Im Museum der Exil- und Widerstandsbewegung in Palanga lernen die Schülerinnen und Schüler die litauische Widerstandsbewegung und die Deportationen kennen. Geschichten realer Personen helfen ihnen zu verstehen, wie historische Ereignisse ihr Schicksal veränderten, aber gleichzeitig Mut und den Willen zum Erhalt ihrer Identität zeigten. Insgesamt ermöglicht ihnen dieser Ausflug, Geschichte zu sehen, zu fühlen und besser zu verstehen, indem er das Lernen mit realen Objekten, Emotionen und lebendigen Geschichten verbindet.