„Auf den Spuren der Geschichte“ – nach Haapsalu in der Gemeinde Länemaa
Denkmal zur Erinnerung an die aus Westestland Deportierten
Das Denkmal für die Deportierten befindet sich in der Nähe des Bahnhofs von Risti. Es wurde von Viljar Ansko entworfen, 1999 eröffnet und ist allen aus Westestland Deportierten gewidmet. Die meisten Menschen von ihnen wurden über den Bahnhof Risti nach Sibirien verschleppt. Auch viele Einwohner von Pärnumaa, Raplamaa, Hiiumaa und Vormsi wurden hier auf Eisenbahnwaggons verladen. Insgesamt deportierten die Sowjets von hier etwa 3.000 Personen, zusätzlich zu den in Läänemaa verhafteten Personen. Das fast 13 m hohe Denkmal ruht auf einer kleinen Plattform, zu der von beiden Seiten Steinstufen führen. Von den vier Ecken des Bahnsteigs ragen Eisenbahnschienen in den Himmel, die durch ein doppeltes Schienenkreuz verbunden sind. Das Kreuz aus Eisenbahnschienen erinnert nicht nur an die Massenverfolgungen der Sowjetzeit, sondern ist auch das ehemalige Symbol für den Ort Risti mit seinem einst bedeutenden Eisenbahnanschluss.
Denkmal für den Unabhängigkeitskrieg in Haapsalu
Dieses vom Bildhauer Voldemar Mellik entworfene Denkmal wurde am 1. November 1924 enthüllt. Die Kosten beliefen sich auf 746.000 Mark, eine beträchtliche Summe. Es wurde teilweise durch Spenden finanziert, wobei Mellik den Fertigstellungstermin mehrmals verschob. Das Denkmal für die Gefallenen des Kreises Lääne ist ein Obelisk aus Dolomitquadern im rustikalen Stil, der ein Relief eines strammstehenden Soldaten trägt. Es wurde am 19. Juni 1941 unter der Aufsicht des Vorsitzenden des örtlichen Exekutivkomitees, Evald Kaar, abgerissen. Nach dem Abriss wurde das Gelände zu einem Blumenbeet mit blauen, dunkelblauen und weißen Blumen (in Anlehnung an die Farben der estnischen Flagge), die jedoch schnell wieder entfernt wurden. Im Winter 1942 wurde an dieser Stelle ein Denkmal aus Eis errichtet. Das Denkmal wurde am 27. November 1994 neu enthüllt. Es wurde vollständig restauriert, vom Bildhauer Vambola Mets geschaffen und erneut durch Spenden der freundlichen Bevölkerung von Haapsalu finanziert.
Eisenbahn- und Fernmeldemuseum in Haapsalu
Das Museum befindet sich im Gebäude jenes Bahnhofs, der zu Beginn des 20. Jahrhunderts als Endstation der Eisenbahnlinie im Seebad Haapsalu errichtet wurde.
Das Eisenbahn- und Fernmeldemuseum, das 1997 eröffnet wurde, beschreibt die Entwicklung des Eisenbahnwesens in Estland in fast anderthalb Jahrhunderten sowie die Wege und Methoden der Nachrichtenübertragung. Neben den längst in Rente gegangenen Dampfrössern trifft man hier auf einen freundlichen Stationsvorsteher und einen Skelettapparat und kann die Postagentur des Bahnhofs besuchen.
Im Außenbereich ist eine deutsche Dampflok aus dem Zweiten Weltkrieg ausgestellt.
Denkmal für den Unabhängigkeitskrieg in Nigula
Das im Dorf Nigula in der Gemeinde Lääne-Nigula gelegene Denkmal, entworfen von Roman Espenberg (Haavamägi), wurde am 14. September 1930 enthüllt. Der Obelisk steht auf einem gestuften Sockel, der von einer Stufenpyramide bekrönt und mit einem bronzenen Freiheitskreuz versehen ist. Die Vorderseite des Sockels ziert ein bronzenes Flachrelief, das einen Soldaten zeigt, der seinen verwundeten Kameraden pflegt. Das Denkmal wurde 1946 abgerissen, doch die Fundamente und Bronzeteile blieben erhalten. Am 10. September 1989 wurde es neu enthüllt. Die Dolomitteile sind exakte Kopien des Originals, die Bronzeteile wurden restauriert. Die Namen von 19 im Unabhängigkeitskrieg und 61 im Ersten Weltkrieg Gefallenen sind in das Denkmal eingraviert. Neben dem Denkmal befindet sich ein Mahnmal für die im Zweiten Weltkrieg Gefallenen und die Deportierten.