Gedenkstein für das Freiwilligenbataillon Bauska im Jumpravmuiža-Park der Gemeinde Mežotne
Gedenkstätte
Die Gedenkstätte für das Freiwilligenbataillon Bauska im Jumpravmuiža-Park wurde 1990 auf Initiative von Imants Zaltiņš, einem ehemaligen Soldaten dieses Bataillons, errichtet. Sie befindet sich an der Stelle, wo lettische Soldaten Ende Juli 1944 die ersten Einheiten der Roten Armee am Überqueren des Flusses Lielupe hinderten. Eine weiße Marmortafel mit der Inschrift „Am 28.7.1944 befand sich hier der Gefechtsstand des Freiwilligenbataillons Bauska“ ist an einem grob behauenen Felsblock angebracht. Ursprünglich befand sich anstelle der Marmortafel eine Bronzetafel mit einer Inschrift, die jedoch in den 1990er Jahren von Metalldieben gestohlen wurde.
Ende Juli 1944, als sich die sowjetischen Truppen Bauska näherten, befanden sich keine nennenswerten deutschen Streitkräfte mehr in der Stadt, die sich bis vor Kurzem weit im Hinterland befunden hatte. Der sofortige Fall Bauskas wurde durch das entschlossene Eingreifen von Major Jānis Uļuks, dem Leiter des Bezirks Bauska und Kommandeur des Garderegiments, verhindert. Er hatte Ende Juli das Freiwilligenbataillon Bauska aufgestellt, bestehend aus Angehörigen der Garde des 13. Garderegiments Bauska, Polizisten und Freiwilligen. Das Bataillon bezog Verteidigungsstellungen am Ufer der Lielupe in Jumpravmuiža gegenüber der Insel Ziedoņi und musste bereits am ersten Tag gegen die angreifende Rote Armee kämpfen. Während der Kämpfe schloss sich dem Bataillon auch eine Gruppe litauischer Polizisten an, die sich von Litauen nach Lettland zurückgezogen hatten. Viele Litauer fielen im Kampf, weil sie tapfer und ohne Rücksicht auf Verluste kämpften. Als erstes Opfer wurde ein litauischer Polizeihauptmann getötet, der direkt dort im Jumpravmuiža-Park neben den Gräbern deutscher Soldaten aus dem Ersten Weltkrieg begraben wurde.
Verwendete Quellen und Referenzen:
Verwendete Quellen und Links:
R. Ābelnieks. Schlachten um Bauska 1944 // Novads, 1990, September
R. Ābelnieks, A. Urtāns. Bauska – eine Stadt, in der sich Menschen treffen...Bauska: Bauska Museum, 2018, S. 126-130.
https://karavirukapi.blogspot.com/2020/07/mezotnes-pagasta-jumpravmuizas-parka.html
https://manasvietas.blogspot.com/2016/07/pieminas-vietas-bauskas-brivpratigo.html?m=0

