Denkmal für die Flüchtlinge des Ersten Weltkriegs aus Kurzeme und Zemgale
Gedenkstätte

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Fotografiert 1936, Fotograf Alberts Vizla. Quelle: Cēsis Geschichts- und Kunstmuseum
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 Bērzaines iela 27, Cēsis, Cēsu pilsēta, Lettland
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Auf dem Friedhof von Bērzaine gelegen

Denkmal für die Flüchtlinge des Ersten Weltkriegs aus Kurzeme und Zemgale.

Am 17. Februar 1933 traf sich in Riga ein Flüchtlingskomitee und beschloss, „als Einheit unter der Stadtpfarrei von Cēsis zu agieren, um Flüchtlingsgräber zu sammeln und zu verschönern sowie Denkmäler auf den Friedhöfen von Cēsis und der Umgebung zu errichten.“
Bis Mai 1935 waren 6.883,20 Lats gespendet worden.
Am 11. Februar 1936 wurde eine Vereinbarung mit dem Bildhauer Kārlis Jansons über die Errichtung von Denkmälern auf den Friedhöfen von Leja und Bērzaine getroffen. Beide Denkmäler wurden am 14. Juni 1936 enthüllt und kosteten 4.600 Lats.

Auf dem Friedhof von Bērzaine führen Granitstufen zu einem Hügel, auf dem sich eine Stele über einem zweistufigen Sockel erhebt. Die glatte Granitoberfläche ziert ein Bronzekreuz, unter dem in Bronzebuchstaben die Worte stehen:

HIER ERWÄHNEN
Ruhe in Gottes Frieden
472 COURZIE UND
FLÜCHTLINGE AUS ZEMGALE
1915–1918

Verwendete Quellen und Referenzen:

S.Upīte, P.Puķite, Gedenkstätten für den Ersten Weltkrieg und den Freiheitskampf im Bezirk Cēsis, Museumsverein Cēsis, 1989

Zugehörige Geschichten

Gedenkstätten und Bestattungen von Flüchtlingen aus Kurland und Zemgale in Cēsis

Vor dem Ersten Weltkrieg lebten 2.552.000 Menschen auf dem Gebiet Lettlands. Die Volkszählung von 1920 ergab 1.596.000 Einwohner. Das bedeutet, dass die Bevölkerung Lettlands in diesem Zeitraum um 956.000 Menschen bzw. 37,5 % zurückging.
Im Sommer 1915 besetzten deutsche Truppen Kurland und Semgallen. Mehr als eine halbe Million Flüchtlinge verließen in einem unaufhörlichen Strom ihre Heimat. Die ersten Flüchtlinge erreichten Cēsis im April 1915.