Verlassener Ölstützpunkt der sowjetischen Armee in Borowka
Infrastruktur
Die einfachste Art, in die Vergangenheit zu reisen, ist vielleicht der Besuch längst vergessener Orte. Ein solcher Ort befindet sich in Borovka in der Region Krāslava – eine verlassene Ölbasis aus der Sowjetzeit.
Eine breite, asphaltierte Straße führt durch den Wald zum Militärstützpunkt. Man könnte meinen, sie sei beleuchtet, denn an den Seiten stehen Straßenlaternen in einem für die Sowjetzeit typischen Design.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde auf der Krāslava-Seite – in Borovka – ein für die Armee geeignetes Gelände gefunden, und 1950 begannen die umfangreichen Bauarbeiten. Der 237 Hektar große Stützpunkt war als strategische Ölreserve für das baltische Kriegsgebiet mit einer Kapazität von 600.000 Tonnen konzipiert. Die Katasterlisten verzeichnen 133 Gebäude auf dem verlassenen Militärgelände. Ein Großteil der Gebäude ist erhalten geblieben, befindet sich aber in einem kritischen Zustand.
Verrostete Warnschilder sind an vielen Stellen verstreut: „Bei Gewitter nicht nähern!“; „Rauchen ist ein schwerwiegender Verstoß!“; „Offenes Feuer verboten.“
Früher gab es hier Dutzende riesige Öltanks, unterirdische Bunker, Hangars, Eisenbahninfrastruktur, Rohrleitungen, durch die Heizöl gepumpt und in Tanks gefüllt wurde, sowie Garagen, Verwaltungs- und Betriebsgebäude.
Nach dem Abzug der Armee wurde das Heizöl von dem städtischen Unternehmen Daugavpils in den Tanks gelagert, und die Latgale-Niederlassung der Zollverwaltung nutzte das Verwaltungsgebäude für einige Zeit. Heute gehört das Gelände dem Staatseigentum.
Beim Besuch des Geländes ist Vorsicht geboten; es ist nicht sicher, sich zwischen den Gebäuden zu bewegen, da tiefe, ungedeckte Brunnen, Landinvasionen usw. unbemerkt im Gras verborgen sein können.
GPS-Koordinaten: 55.916591, 26.96874
Verwendete Quellen und Referenzen:
Zusammenstellung aus online verfügbaren Informationen.










