Der Ort des Massakers an den Juden in Mažeikiai und seine Umgebung
Gedenkstätte

Das Objekt befindet sich in der Nähe des alten jüdischen Friedhofs von Mažeikiai. Wenn man von Mažeikiai in Richtung Tirkšliai/Seda die Sedos-Straße (Straße 164) entlangfährt, befindet sich auf der linken Straßenseite ein Schild mit der Aufschrift „Friedhof der Opfer des jüdischen Genozids und des Zweiten Weltkriegs“.

Zu Beginn des Holocaust, am 1. Juli 1940, lebten etwa 1100 Juden in Mažeikiai. Ende Juni 1941, mit Beginn der deutschen Besatzung, wurden bis zu 1000 Juden verhaftet und in der Synagoge von Mažeikiai festgehalten. Mitte Juli wurden die etwa 40 Juden von Leckava in der Scheune der Familie Lačas in Mažeikiai eingesperrt, die Frauen und Kinder in der Scheune, die Männer in der Synagoge.

Am 29. Juli 1941 zwangen die in Mažeikiai eingetroffenen Deutschen die Juden, in der Nähe des jüdischen Friedhofs Gräber auszuheben. Am 30. Juli um 6 Uhr morgens begannen Massenmorde. Am ersten Tag erschossen die Deutschen, später setzten die örtlichen Weißen Garden die Morde fort. Anfang August wurden in der Nähe desselben Friedhofs auch Juden aus anderen Dörfern und sowjetische Aktivisten erschossen.

Am 7. Dezember 1944 wurden auf Anordnung der sowjetischen Kommission die Gräber exhumiert und gerichtsmedizinisch untersucht. Dabei stellte man fest, dass sich 3 km von Mažeikiai entfernt, am Ufer der Venta, auf dem jüdischen Friedhof fünf Gräber mit etwa 4.000 sterblichen Überresten befanden. Die Zahl der in der Nähe von Mažeikiai erschossenen Juden wird unterschiedlich angegeben – zwischen 3.000 und 4.000. Historische Forschungen legen jedoch nahe, dass diese Zahlen zu hoch sind; die tatsächliche Zahl der Opfer liegt bei etwa 2.500.

Das Objekt ist derzeit eine Touristenattraktion, die von allen an der Geschichte des militärischen Erbes Interessierten besucht werden kann.

Zugehörige Themen

Zugehörige Geschichten

2.500 unglückliche Seelen beendeten ihr Leben in Mažeikiai.

Ende Juli 1941 begann in Mažeikiai ein Massenmord an Juden, der von den Deutschen initiiert und später von lokalen Wirtschaftskriminellen fortgesetzt wurde. Die Menschen wurden in Gruppen zum jüdischen Friedhof gebracht, gezwungen, sich auszuziehen, und in der Nähe von Gruben erschossen. Innerhalb weniger Tage wurden mehr als 2.000 Juden aus Mažeikiai und den umliegenden Ortschaften ermordet.