Der Kalte Krieg in der Region um den Platelia-See, Nationalpark Samogitien
Die Route führt Sie durch das Gelände des ehemaligen Raketenstützpunkts und seine Umgebung und vermittelt Ihnen die Spuren des Zweiten Weltkriegs, die Spannungen des Kalten Krieges und die Realität der sowjetischen Besatzung. Die Schüler besichtigen unterirdische Raketensilos, ein Militärlager und Gedenkstätten, die sowohl den Alltag der Soldaten als auch die Bedeutung der Widerstandsbewegung und der Bewahrung des historischen Gedächtnisses verdeutlichen. Der Ausflug bietet die Möglichkeit, die Sicherheitspolitik des 20. Jahrhunderts, ideologische Konflikte und die menschlichen Erfahrungen unter totalitären Regimen zu verstehen.
Was die Tour beinhaltet
Während des Ausflugs lernt der Schüler auch den Kalten Krieg kennen – eine Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg, in der Spannungen zwischen den Supermächten herrschten, militärische Vorbereitungen getroffen und ein technologischer Wettlauf stattfand, auch wenn der Krieg selbst nicht ausbrach. Der Ausflug ermöglicht dem Schüler ein tieferes Verständnis der Zeit des Kalten Krieges, des Widerstands gegen die Besatzung und der Bedeutung des Gedenkens bis heute. In der Ausstellung zum Kalten Krieg in Plokštínė, die sich auf dem Gelände des ehemaligen Raketenstützpunkts befindet, betritt der Besucher einen einst streng geheimen unterirdischen Raketenstützpunkt, in dem Atomraketen gelagert waren, die auf Westeuropa gerichtet waren. Beim Gang durch die unterirdischen Räume und beim Anblick eines echten Raketenstartschachts wird ihm bewusst, wie gefährlich und angespannt die Welt des Kalten Krieges war, obwohl es nie zu einem Krieg kam. In der Militärstadt Plokštínė erfährt man, wie sowjetische Soldaten lebten – wo sie schliefen, aßen, medizinisch versorgt wurden und ihre Freizeit verbrachten. Informationstafeln veranschaulichen, wie sich dieser Ort von einem geheimen Militärgelände über ein Pionierlager zu einer historischen Stätte entwickelte. Am Denkmal für die Verteidiger der litauischen Freiheit im Dorf Plateliai erfahren die Schüler mehr über den Kampf der Litauischen Freiheitsarmee gegen die sowjetische Besatzung. Dieser Ort verdeutlicht, dass ganz normale Menschen – Schüler, Soldaten und Landbewohner – bereit waren, ihr Leben für die Freiheit zu riskieren. Im Litvak-Gedenkgarten können die Schüler in einer friedlichen und symbolträchtigen Umgebung mehr über die litauischen jüdischen Gemeinden erfahren, die während des Holocaust zerstört wurden. Metallene Apfelbäume mit Äpfeln erzählen Geschichten von Familien, Schicksalen und Erinnerungen und zeigen, wie wichtig es ist, der Vergangenheit zu gedenken und das menschliche Leben zu achten. Insgesamt trägt dieser Ausflug dazu bei, dass die Schüler die Komplexität der Geschichte, die Folgen von Krieg und Besatzung sowie die Bedeutung von Freiheit und Erinnerung besser verstehen.
