Karosta – eine Stadt in der Stadt
Karosta ist das größte historische Militärgelände im Baltikum und nimmt fast ein Drittel des Gebiets von Liepāja ein. Es ist ein einzigartiger Komplex militärischen und befestigungstechnischen Erbes an der Ostseeküste, wo sich luxuriöse Architektur des späten 19. Jahrhunderts und militärische Strenge miteinander verbinden.
Der Hafen wurde im Auftrag von Zar Alexander III. für die Bedürfnisse des Russischen Reiches errichtet. Der Bau begann 1890 und umfasste eine autonome Militärstadt mit Hafen, Festung, Kirche, Schulen, Kraftwerk und Wasserversorgung. Der neue Hafen wurde 1893 eröffnet, die Hauptbauarbeiten wurden 1906 abgeschlossen.
Zu Beginn des Ersten Weltkriegs wurden Teile des Hafens und der Festung zerstört, und 1915 wurde Liepāja von deutschen Truppen besetzt. Während der Sowjetzeit war Karosta ein militärisches Sperrgebiet, die letzten sowjetischen Soldaten verließen es jedoch 1994.
Heute ist Karosta eine der beliebtesten Touristenattraktionen Liepājas.
Was die Tour beinhaltet
Die Schüler erkunden in Karosta eine der einzigartigsten Militärstätten des Baltikums. Sie besichtigen historische Festungen, den Nordkai, das Gefängnis von Karosta, die Redade, den Wasserturm, die Marinekathedrale St. Nikolaus und weitere bedeutende Sehenswürdigkeiten. Während des Ausflugs erfahren die Schüler mehr über die Entstehung Karostas, seine Bedeutung in den beiden Weltkriegen und das Leben im abgesperrten Militärgelände während der Sowjetzeit. Sie erleben die besondere Atmosphäre dieses Ortes, wo Geschichte, Architektur und Militärerbe eine Einheit bilden.
