Kurlandfestung und Nationalpartisanen
Diese Route führt Sie zu den Spuren des Zweiten Weltkriegs, der Partisanenbewegung und der sowjetischen Besatzung. Sie beginnt am Partisanenbunker Īle, führt über das ehemalige Truppenübungsgelände Zvārde nach Saldus und weiter zum Zollhaus Ezere. Unterwegs erleben Sie das dramatische Ausmaß der Partisanenkämpfe und die Auswirkungen der sowjetischen Militärinfrastruktur auf die Umwelt und die Anwohner. In Ezere schließlich offenbart sich ein historischer Wendepunkt: Hier kapitulierte der Kessel von Kurland und besiegelte damit das Ende des Zweiten Weltkriegs.
Was die Tour beinhaltet
Die Schülerinnen und Schüler können den Partisanenbunker Īle erkunden, die größte Rekonstruktion eines nationalen Partisanenbunkers im Baltikum. Hier kämpfte 1949 eine 27-köpfige lettisch-litauische Einheit unter der Führung von Kārlis Krauja gegen etwa 760 Tscheka-Soldaten (VDM). Das ehemalige Truppenübungsgelände Zvārde erzählt die Geschichte der sowjetischen Militärinfrastruktur: 1953 wurde hier auf einer Fläche von 24.418 Hektar ein sowjetisches Militärflugübungsgelände errichtet. Die Bewohner wurden zwangsweise aus diesem Gebiet vertrieben, und während der Flugübungen wurden Gehöfte, Kirchen und Friedhöfe zerstört. Auf dem deutschen Soldatenfriedhof Saldus sind auf einer Fläche von acht Hektar etwa 25.000 deutsche Soldaten sowie einige lettische Legionäre umgebettet. In Ezere befindet sich ein historisch bedeutsames Objekt – das „Zollhaus“, wo am 8. Mai 1945 die Kapitulationsurkunde der im Kurzen Kessel eingeschlossenen deutschen Truppen unterzeichnet wurde.
