Friedhof der lettischen Schützenbrüder Gedenkstätte

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Quelle: Gita Memmēna, Tourismusverband Vidzeme
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 Nītaures pag., Cēsu nov., Lettland
 +371 29156765
 Dace Eipure
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In der Nähe der Nītaure-Orthodoxen Kirche, neben der Gedenkstätte für sowjetische Soldaten des Zweiten Weltkriegs.

Am 2. September 1934 wurde das Brüdergrab der Schützen und unbekannten Soldaten, die im September 1917 bei einem Gefecht mit den Deutschen in der Nähe von Nītaure gefallen waren, eingeweiht.

Chronologische Reihenfolge bei der Errichtung von Gräbern:

Im September 1917 wurde die Frontlinie im Abschnitt Saulkrasti-Līgatne-Nītaure-Lake Lobes (bei Krape)-Koknese verstärkt. Auf der Straße Mālpils-Peļņi-Nītaure kam es zum letzten Zusammenstoß des 6. Tukums- und des 5. Zemgale-Regiments mit dem Feind – deutschen Truppen. Oberst Jukums Vācietis sagte dazu:
„Nach dieser Schlacht kehrte Stille an der Front ein.“
Die Gefallenen wurden in der Nähe der orthodoxen Kirche in Nītaure und an verschiedenen Konfliktorten auf der Route Mālpils-Peļņi-Nītaure beigesetzt.

In der Zeitung „Latvijas Kareivis“ Nr. 113.21.05 aus dem Jahr 1922 wird in dem Artikel „Historische Schlachtengedenkstätten“ erwähnt, dass „der Friedhof der Lettischen Schützenbrüder noch immer in Nītaure liegt, wo es ebenfalls zu Zusammenstößen mit den Deutschen kam.“

Am 17. Juli 1929 begab sich eine Kommission nach Nītauri, um die Gräber zu inspizieren. Dabei stellte sie fest, dass in Nītauri in der Nähe der orthodoxen Kirche etwa 100 Soldaten der russischen Armee begraben waren (es sei darauf hingewiesen, dass die lettischen Schützenregimenter innerhalb der russischen Armee gegründet wurden), aber 6 lettische Schützen waren in der Nähe des lutherischen Grabes bestattet: Otto Bērziņš (5. Semgallisches Regiment), Kārkliņš (6. Tukums Schützenregiment), Alfrēds Bedrītis (der 1919 in den Befreiungskriegen in der Nähe von Cēsis fiel), Sviļums (Schütze), Žanis Krūtainis (5. Semgallisches Regiment) und ein unbekannter lettischer Soldat.

1933 wurden die in der Nähe des Hauses Peļņu begrabenen Schützen auf dem Friedhof von Mālpils umgebettet. Die sterblichen Überreste der Soldaten, die an verschiedenen Orten in der Gemeinde More gefallen waren, wurden hingegen auf den Friedhof der Brüder Nītaure nahe der orthodoxen Kirche Nītaure überführt. Sechs gefallene Soldaten, die zuvor auf dem lutherischen Friedhof beerdigt worden waren, wurden ebenfalls hierher umgebettet.

Das Cēsis-Museum besitzt ein Foto eines unbekannten Autors, das den Brüderfriedhof in Nītaure vor dem Zweiten Weltkrieg zeigt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die in den Schlachten von Nītaure und More gefallenen sowjetischen Soldaten auf diesen Friedhöfen beigesetzt, und alle Spuren des Friedhofs der Lettischen Schützenbrüder wurden beseitigt. 1984 entstand die heute sichtbare Gedenkstätte für sowjetische Soldaten bzw. Soldaten der Roten Armee.

So wurde die Gedenkstätte der lettischen Kämpfer von der Landkarte getilgt.

Im Jahr 2017 wurde dank der Initiative und Arbeit der lokalen Geschichtsbegeisterten und Umweltführerin Dace Eipure aus Nītaure eine neue Gedenkstätte auf dem Gelände des alten Brüderfriedhofs geschaffen.

Im Programm „Lettische historische Abenteuer in Nītaure“ der Umweltführerin Dace Eipure erfahren Sie mehr über die Gedenkstätte und die Geschichte des Ersten Weltkriegs in Nītaure. Bitte rufen Sie vorher an und buchen Sie Ihren Besuch unter +371 29156765!

Verwendete Quellen und Referenzen:

Informationen bereitgestellt von der lokalen Forscherin und Umweltführerin Dace Eipure
http://edruva.lv/lapu-gajieni-pieminas-pasakumi-filmu-seansi
http://sovietheritage.blogspot.com/2017/04/nitaures-bralu-kapi-military-cemetery.html