Taurkalne, Standort eines deutschen Armeelagers
Infrastruktur
Ein etwa 0,7 x 0,4 km großes Waldgebiet nördlich der Bahnstrecke Jelgava-Krustpils und östlich des Dorfes Taurkalne, durchzogen von einer Forststraße und Wanderwegen, zeigt in der Natur und auf LIDAR-Karten rund 100 rechteckige, in geraden Reihen angelegte Gruben mit kleinen Wällen und einem Ausgang. Laut Daumants Krastiņš: „Deutsche Lagerhallen, teilweise im Boden vergraben. Die Aufbauten haben ein Dach aus Holz oder Wellblech. Längere Gebäude mit Eingängen an beiden Enden dienten als Mannschaftsbaracken. In der Nähe befindet sich der normale und ländliche Bahnhof aus dem Ersten Weltkrieg. Während des Zweiten Weltkriegs konnte der Aufbau restauriert und zur Versorgung der Nordgruppe über die nahegelegene Daugava-Brücke genutzt werden. Falls dort Munition gelagert war, konnte diese bis zum Abwurf am 19. oder 20. September 1944 verwendet werden.“ Von Anwohnern sind Geschichten überliefert, die von unterirdischen Gängen der deutschen Armee und einem in einen der Hügel der Gegend gegrabenen Bunker berichten, sowie von einem deutschen Zug, der „unter dem Berg in den Untergrund fuhr“.
Verwendete Quellen und Referenzen:
1. Historische Karten, LIDAR-Karten und weitere Karten: https://vesture.dodies.lv/#m=15/56.71776/24.69606&l=O/KDW
2. Karte „1914 – 19 Karte des Westlichen Russlands“









