Sowjetischer Soldatenfriedhof und „Figur einer Mutter mit einer brennenden Flamme in den Händen“
Gedenkstätte

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Sowjetischer Soldatenfriedhof und „Figur einer Mutter mit einer brennenden Flamme in ihren Händen“
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 Krāčupītes iela, Inčukalna pag., Sigulda novads, Lettland
 +371 67977310
 Inčukalna pagasta pārvalde
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Gelegen in der Gemeinde Inčukalns, im Gebiet des dendrologischen Parks Indrāni, in der Nähe der Autobahn A2.

Der Friedhof der Roten Armee wurde während der sowjetischen Besatzungszeit nach dem Zweiten Weltkrieg angelegt. 224 Soldaten sind im Park des Gutshofs Inčukalns beigesetzt (die Quellenangaben zur Zahl der Gefallenen können variieren). Die historischen Gebäude des Gutshofs wurden im Lettischen Unabhängigkeitskrieg zerstört.

Die meisten Friedhöfe der Roten Armee entstanden nach dem Krieg, als spezielle Gruppen die sterblichen Überreste der Soldaten umbetteten. Dies war eine schwierige und sehr unangenehme Aufgabe. Mangelnde Organisation und geringe Motivation führten zu zahlreichen Fehlern, beispielsweise bei der Erfassung der Umgebetteten. Die Verantwortlichen für die Instandhaltung der Friedhöfe wurden ernannt. Meist handelte es sich dabei um Schulen, Kolchosen und Fabriken. Der sowjetische Gutshof oder die Staatsfarm „Gauja“ sollte sich um den Friedhof kümmern. Ziel der sowjetischen Propaganda war es, alle Lebensbereiche zu durchdringen. Ein integraler Bestandteil war die Russifizierung des politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Lebens, die offiziell als „Annäherung an das große russische Volk“ oder „Modernisierung“ bezeichnet wurde. Die Besatzungstruppen wurden zu „Befreiern“, und die Friedhöfe der Roten Armee waren Teil der ideologischen Infrastruktur. Das Andenken an die Soldaten wurde zu einer inszenierten Figur und einem Mittel politischer Manipulation.

Heute können Sie den Friedhof besuchen, wo sich die Skulptur „Bild einer Mutter mit einer brennenden Flamme in ihren Händen“ befindet. Im Indrāni-Dendrologischen Park wachsen seltene und besonders geschützte Baumarten.

Verwendete Quellen und Referenzen:

Offizielle Website der Gemeinde Inčukalns. Verfügbar unter: https://www.incukalns.lv/public/lat/aktualitates/4507/ [Zugriff: 29.03.2021].

Jahrbuch des Lettischen Besatzungsmuseums. Befreier als Eroberer. Riga: Lettische Gesellschaft für Besatzungsmuseum. 2006.