Aegna Infrastruktur

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Aegna-Kommandanturgebäude, AM F 32069, Stiftung Estnisches Geschichtsmuseum, http://www.muis.ee/museaalview/400851
Küstenbatterie Nr. 3 der Seefestung Aegna, KLM ET 1588:276 F, Estnisches Kriegsmuseum – General-Laidoner-Museum, http://www.muis.ee/museaalview/3936534
Küstenbatterie Nr. 1 der Seefestung Aegna, Panzerturm, KLM ET 1588:277 F, Estnisches Kriegsmuseum – General Laidoner Museum, http://www.muis.ee/museaalview/3936535
Ein Soldat an einer Batteriekanone KLM FT 1052:4 F, Estnisches Kriegsmuseum – General Laidoner Museum, http://www.muis.ee/museaalview/3998160
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Ruinen einer Küstenverteidigungsbatterie auf der Insel Aegna, die Batterie wurde 1941 gesprengt, TLM F 7645, Stadtmuseum Tallinn, http://www.muis.ee/museaalview/2509623
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 Aegna saar, Tallinn, Eesti, Estland, Harjumaa
Estnische Flagge

Auf der drei Quadratkilometer großen Insel Aegna im nordöstlichen Teil der Tallinner Bucht wurden vor dem Ersten Weltkrieg ein System von Küstenbatterien und eine drei Kilometer lange Schmalspurbahn angelegt, was eine Fortsetzung der unter Peter dem Großen im 18. Jahrhundert begonnenen Seefestungsarbeiten darstellte. Die Bauarbeiten an der Alexander-Newski-Batterie begannen im Jahr 1915. An jedem Ende der 180 Meter langen Betonkonstruktion stand ein Panzerturm mit zwei 12-Zoll-Geschützen. Die Bedeutung von Aegna für die Küstenverteidigung der unabhängigen Republik Estland wird durch die Tatsache unterstrichen, dass zu Spitzenzeiten dort die Hälfte der estnischen Seefestungsmannschaften diente. Die vorhandene Infrastruktur ermöglichte es den Inselbewohnern, relativ unabhängig zu wirtschaften, was in kalten Wintern wegen der Unterbrechung des Schiffsverkehrs durchaus wichtig war.

 

Nach dem Zweiten Weltkrieg beherbergte Aegna bis 1957 eine Flugabwehreinheit der Baltischen Flotte der Sowjetarmee mit etwa 100 Marinesoldaten. In der Nähe des Suchscheinwerfer-Bunkers der Alexander-Newski-Batterie im Nordwesten der Insel wurde eine neue Flugabwehrbatterie gebaut, die aus vier ringförmigen Betonvertiefungen im Abstand von 45 m bestand. Als Waffen wurden 40-mm-Bofors-Flugabwehrgeschütze eingesetzt, die zuvor der estnischen Armee gehört hatten. Da die Küstengebiete Estlands während der Sowjetzeit größtenteils gesperrt waren, wurden Besuche der Insel Aegna erst in den letzten Jahren der Sowjetherrschaft möglich. Die Spuren der verschiedenen geschichtlichen Epochen sind noch heute zu erkennen.