Das verlorene Schtetl – Jüdisches Geschichtsmuseum Šeduva
Museum

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 Žvejų g. 14, 82213 Šeduva, Litauen
 +370 612 82393

Das Jüdische Geschichtsmuseum Šeduva „Das verlorene Schtetl“ ist ein Museum zur Geschichte jüdischer Städte, das seit 2015 mit privaten Mitteln in Šeduva im Bezirk Radviliškis errichtet wird. Wissenschaftler aus verschiedenen Ländern arbeiten an dem Konzept.

Das Museum, das der litauischen jüdischen Gemeinde und der Bewahrung ihres kulturellen Erbes gewidmet ist, soll im August 2025 eröffnet werden. Das Wort „Schtetl“ bezeichnet eine Stadt, in der Juden vor dem Zweiten Weltkrieg lebten. Šeduva war einer dieser Orte, an dem die jüdische Gemeinde mit ihren einzigartigen Traditionen, ihrem Kunsthandwerk und ihrem religiösen Leben blühte.

Ziel dieses modernen Museums ist es, den Besuchern das Leben der Juden in Litauen und ihr tragisches Schicksal während des Holocaust näherzubringen. Mithilfe interaktiver Ausstellungsstücke und Technologien ermöglicht das Museum den Besuchern, den Alltag der Juden in litauischen Städten, ihre Feiertage und religiösen Traditionen kennenzulernen und nachzuvollziehen. Es zeigt authentische Objekte, Dokumente, Fotografien sowie Audio- und Videoaufnahmen, die das Leben jüdischer Gemeinden jener Zeit widerspiegeln.

„Das verlorene Schtetl“ erinnert an die Tragödie, die die Juden im Zweiten Weltkrieg erlitten. Während des Holocaust wurden die jüdischen Gemeinden Litauens beinahe vollständig ausgelöscht. Das Museum möchte diese schmerzhafte Geschichte für zukünftige Generationen bewahren und bei den Besuchern Erinnerung und Mitgefühl wecken. Zum Museumskomplex gehören außerdem ein restaurierter jüdischer Friedhof und Denkmäler, die an die jüdische Gemeinde von Šeduva erinnern.

Das Museum des verlorenen Schtetls ist ein wichtiger Ort der Erinnerung, der Bildung und der Versöhnung, der sich bemüht, die Spuren der litauisch-jüdischen Kultur und Geschichte zu bewahren.