Johan Pitka (1872- ilmselt sügisel 1944)
I Maailmasõda ja iseseisvumine, II Maailmasõda
Estnischer Marineoffizier und Politiker, einer der Gründer der Republik Estland und einer der legendärsten Militärkommandanten des Unabhängigkeitskrieges. Er war einer der Gründer der estnischen Seestreitkräfte, der Verteidigungsliga und des Grenzschutzes und übernahm den Einsatz von gepanzerten Zügen und Autos im Unabhängigkeitskrieg. Empfänger des Freiheitskreuzes 1. Klasse 1. Ranges.
Pitka wurde am 19. Februar 1872 im Kreis Järva geboren. Er besuchte die Marineakademien in Käsmu, Kuressaare und Paldiski und erwarb 1895 seine Qualifikation als Seemann. Ab 1917 trug er aktiv zur Bildung der estnischen nationalen Militäreinheiten bei. Pitka war Mitglied des Hauptausschusses der estnischen Soldaten und wurde verurteilt Tod hinter seinem Rücken durch Bolschewisten dafür. Er organisierte ab September 1917 die Heimgarde von Tallinn, die später zur Verteidigungsliga heranwuchs. Zu Beginn des Unabhängigkeitskrieges leitete er die Aufstellung der Seestreitkräfte und gepanzerten Zugeinheiten. Im Dezember 1918 wurde er zum Oberbefehlshaber der Seestreitkräfte der Republik Estland ernannt, er leitete alle estnischen Marineoperationen während des Unabhängigkeitskrieges und wurde 1919 in den Rang eines Konteradmirals befördert. Er verließ den aktiven Dienst im November 1919.
Danach ging Pitka in die Politik und war in der Geschäftswelt aktiv, er lebte von 1924 bis 1930 in Kanada. Nach seiner Rückkehr nach Estland schloss er sich der Veteranenbewegung des Unabhängigkeitskrieges an. Nachdem Estland unter die Kontrolle des Sowjetregimes geriet, floh Pitka im August 1940 nach Finnland.
Im Frühjahr 1944 kehrte er in seine Heimat zurück und versuchte, einen nationalen bewaffneten Widerstand zu organisieren, um Estland gegen die einfallende Rote Armee zu verteidigen. Im August bildete er mit Erlaubnis der Deutschen ein bataillonsgroßes Einsatzteam namens Admiral Pitka, das nicht dem deutschen Militärkommando unterstand. Die „Pitka-Jungen“ kämpften nach dem deutschen Rückzug aus Estland in den Kreisen Harju und Lääne gegen die Rote Armee. Im September 1944 wurde Pitka im Einsatz vermisst; die Umstände seines Todes und seine Grabstätte sind bis heute unbekannt.
Johan Pitka war mit Helene Neuhaus verheiratet. Vier Söhne und zwei Töchter erreichten das Erwachsenenalter. John starb 1923 bei einem Autounfall, Oliver-Edward und Stanley wurden im Konzentrationslager Solikamsk hingerichtet, August-Andreas im Butyrka-Gefängnis in Russland. Helene und ihre Töchter flohen nach Kanada.
Zugehörige Objekte
Johan Pitka mälestusmärk
Johan Pitkale pühendatud mälestusmärk asub Tallinnas Wismari tänaval. Esmakordselt 19. veebruaril 2002. a president Lennart Meri ja Tallinna linnapea Edgar Savisaare osavõtul avatud monument koosneb skulptor Tõnu Maarandi valmistatud admirali pronkspeast, mis paikneb arhitekt Mart Kadariku poolt hiljem lisatud mustadest terasplaatidest laevanina kujutaval kiilul. Nagu märgib Kadarik, on kiil oma teravikuga suunatud itta, viidates Eesti Vabariigi kaitsjate peamisele tegevussuunale. Kuju all on kolmnurkne keevisrestist tasapind ehk vihje laevatekile. Selle alt valgustavad monumenti sinised tuled, mis sümboliseerivad Pitka tihedat seotust nii vee kui ka Eesti merepiiride kaitsmisega.