Eine Reihe von Eisenbahnbrückenkonstruktionen in Kurmaičiai
Infrastruktur

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Foto: R.Augustinės
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 Geležinio tilto g. 12, Kurmaičių k., Mažeikių r., Lietuva, Litauen
 +370 44367177
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In Kurmaičiai (nahe Mažeikiai) befindet sich eine Eisenbahnbrücke über den Fluss Venta. Diese Metallbrücke mit zwei gemauerten Wachtürmen ist seit vielen Jahren verlassen. Der Verkehr wird über die neue, daneben errichtete Brücke geführt. Die erste Holzbrücke über die Venta wurde 1871–1873 erbaut, um wichtige Güter für das zaristische Russland zu transportieren. 1904–1905 wurde sie durch eine stabilere Holzbrücke ersetzt, die 1915 (im Ersten Weltkrieg) gesprengt wurde. 1918 wurde die Brücke als Metallkonstruktion wiederaufgebaut. Die neue Brücke war mit 70 Metern Länge eine der längsten und breitesten eingleisigen Brücken ihrer Zeit. Aufgrund ihrer strategischen Bedeutung wurde die Brücke im Zweiten Weltkrieg stark bewacht. Steinwachtürme mit Einschusslöchern zeugen an beiden Ufern von den einstigen Beschussangriffen. 1941 sollen deutsche Soldaten in der Nähe der Brücke etwa 4.000 Menschen erschossen haben. Auch während der zweiten sowjetischen Besatzung wurde die Brücke streng bewacht. Die heutige Brücke wurde über den Trümmern der ersten, gesprengten Brücke errichtet. So lassen sich heute Brückenstrukturen aus bis zu drei verschiedenen Epochen an einem Ort besichtigen.

Zugehörige Geschichten

Kurmaičiai-Brücke: ein Ort der Kriegsgeister

Im Bezirk Mažeikiai, in Kurmaičiai, wurde die 1904-1905 erbaute Eisenbahnbrücke über den Fluss Venta während des Krieges nicht nur zu einem strategisch wichtigen Objekt, sondern auch zu einem Ort, um den sich geheimnisvolle Geschichten über die Geister von Soldaten und unerklärliche Phänomene ranken.