Gedenkstein „Flüchtlingspfad“ Gedenkstätte
Gemeinde Daugmale, Kalniņi. Auf der Straße Ķekava – Jaunjelgava (P85), auf der linken Seite.
Während des Ersten Weltkriegs führte die sogenannte Flüchtlingsroute durch Daugmale. 1915, mit dem Einmarsch deutscher Truppen, überquerten Flüchtlinge aus Kurzeme und Zemgale die Düna nach Riga, Vidzeme und Russland. Hunderttausende Menschen flohen aus Lettland. Insgesamt machten sich mindestens 850.000 Letten auf die Flucht. Die genaue Zahl ist unbekannt, da ein Großteil der Flüchtlinge nicht erfasst wurde. Viele flüchteten nicht nur nach Vidzeme und Latgale, sondern nahmen auch eine weitere Route nach Russland, vorwiegend in die großen Städte. Unterwegs verloren sie meist all ihren Besitz, darunter auch ihr Vieh, das entweder unterwegs verendete oder von der Armee für wenig Geld gekauft wurde.
1991 wurde der Weg durch einen Stein des Bildhauers Viļnis Titāns markiert, der von der Kulturstiftung aufgestellt wurde. Er trägt die Inschrift „Flüchtlingspfad“ und weist anscheinend die Fußabdrücke kleiner, nackter Füße auf, die von den Häusern wegführen.
Verwendete Quellen und Referenzen:
http://kekava.travel/lv/apskates-vietas/item/57 (abgerufen am 5.11.2021)
http://latvijaspieminekli.lv/daugmale-pieminas-akmens-beglu-cels%E2%80%84/ (abgerufen am 5.11.2021)
https://www.dveseluputenis.lv/lv/laika-skala/notikums/68/beglu-gaitas-un-rigas-evakuacija/ (abgerufen am 5.11.2021)

