Küstenbefestigungen in Carnikava Bunker
Gelegen in Carnikava an der Mündung des Flusses Gauja in den Golf von Riga.
Die 1938 vom Pionierregiment der lettischen Armee errichteten Stahlbetonbefestigungen oder Kaponnieren waren Bestandteil des Küstenverteidigungssystems der lettischen Armee. Sie dienten dem Beschuss des Feindes mit Maschinengewehren aus zwei verschiedenen Richtungen. Es handelte sich um geheime und schwer zu entdeckende militärische Anlagen.
Nach dem Ersten Weltkrieg verfügte die lettische Armee noch nicht über eine starke Marine. Die Seegrenze war lang, und die Küstenverteidigung gestaltete sich schwierig. Der Schwerpunkt lag auf der Verteidigung Rigas gegen feindliche Seeangriffe. Die Artillerie von Daugavgrīva und Mangaļsala sollte feindliche Schiffe beschießen, die in die Düna-Mündung eindringen wollten, während die Unterstützungsstellungen bei Lielupe (in Jūrmala) und an der Mündung der Gauja ins Meer (in Carnikava) feindliche Landungen verhindern sollten. Zur Küstenverteidigung gehörte ein speziell ausgerüsteter Panzerzug, der Artillerieunterstützung und Verstärkung in Richtung Saulkrasti oder Jūrmala lieferte. Die Befestigung strategischer Punkte diente der Optimierung der Waffenwirkung durch die Nutzung spezieller Strukturen und Geländevorteile. Die Küstenverteidigungsanlagen erstreckten sich über ein großes Gebiet, um den Einfluss des Feindes im Kriegsfall zu minimieren.
Heute können im Gebiet des Naturparks "Piejūra" mehrere seltene und gut erhaltene Befestigungsanlagen besichtigt werden.
Verwendete Quellen und Referenzen:
Priedītis, E. Lettische Marine. 1919-1940. Riga: Citrons-Druckerei, 2004.
Anderson, E. Die lettischen Streitkräfte und ihre Vorgeschichte. Toronto: Daugavas Vanagu Central Publishing House, 1983.











