Denkmal für die Soldaten des Panzerregiments der lettischen Armee
Gedenkstätte
Das Denkmal wurde 1939 zum Gedenken an die gefallenen Soldaten der 1. Panzerdivision (später Panzerregiment) der lettischen Armee enthüllt. Es zeigt ein Panzerfahrzeug, das einen Hügel hinauffährt, und auf der Vorderseite des Sockels das Abzeichen der Einheit. Im Art-déco-Stil gefertigt, ist es ein wertvolles Kunstwerk, das die Geschichte der „eisernen Soldaten“ des Unabhängigkeitskrieges erzählt.
Panzerwagen zeichneten sich durch ihre Geschwindigkeit (maximal 60 km/h) und die Fähigkeit aus, Gegner durch Maschinengewehrfeuer zu überraschen und zu bekämpfen. Sie basierten auf einem Pkw-Fahrgestell mit 4–8 mm Panzerplatten und waren mit Maschinengewehren oder kleinkalibrigen Geschützen bewaffnet. Munitions- und Treibstoffreserven waren für eine halbe Stunde Dauereinsatz ausgelegt. Ein Panzerwagen führte bis zu 5.000 Patronen und bis zu 30 Handgranaten oder andere Sprengstoffe mit. Ein Panzerwagen benötigte große Mengen Treibstoff; so verbrauchte beispielsweise der „Lāčplēsis“ im November 1919 1.350 Liter.
Die Besatzung bestand aus drei bis fünf Mann, die eine gefährliche und verantwortungsvolle Aufgabe erfüllten. In Kampffahrzeugen montiert, fuhren sie mit großen Mengen Munition gegen den Feind. Oftmals waren die Motoren überlastet und fielen aus. Die Kampffahrzeuge und ihre Besatzungen gaben Hoffnung und Zuversicht auf den Sieg.
Heute kann man das Denkmal besichtigen, das sich in der Nähe der ehemaligen Kaserne des Panzerregiments der lettischen Armee befindet.
Verwendete Quellen und Referenzen:
Kalļķis, J. Br. Der Einsatz von Autos im Offensivkampf. Militärische Zeitschrift, Nr. 3. 1934.
Eserts, M. Eiserne Soldaten oder die Geschichte lettischer Kampffahrzeuge. 1998.











