Friedhof der im Ersten Weltkrieg gefallenen Brüder in Tukums
Gedenkstätte
Gelegen in Tukums, am Fuße des Saules-Hügels.
Das von Kārlis Zemdega entworfene Denkmal „Der Schütze“ ist eines der letzten Denkmäler, die 1940 vor dem Verlust der lettischen Unabhängigkeit enthüllt wurden. Es zeigt einen jungen Soldaten, der kniet und seinem Vaterland die Treue schwört. Am Fuße des Denkmals befindet sich der Brüderfriedhof mit über 40 Gräbern.
Während des Ersten Weltkriegs, als Kurzeme unter deutscher Besatzung stand, wurde am Hang des Pavārkalns ein Friedhof angelegt. Dort wurden Menschen bestattet, die von einem deutschen Militärgericht erschossen und zum Tode verurteilt worden waren. Anfangs wurden die Gräber nummeriert, doch erst 1925 gelang es, die Identität aller Verurteilten festzustellen. Es handelte sich hauptsächlich um gefangengenommene lettische Schützen. Unter ihnen befanden sich auch Zivilisten. Später wurden die sterblichen Überreste der Verstorbenen zusammen mit den gefallenen Soldaten der lettischen Armee an dem Ort, wo am Fuße des K.-Zemdega-Denkmals die Brüdergräber angelegt wurden, umgebettet.
Heute kann man die Gedenkstätte besuchen. K. Zemdega schuf mehrere hervorragende Denkmäler, darunter auch das in Tukums.
Verwendete Quellen und Referenzen:
Lismanis, J. Zum Gedenken an Schlachten und gefallene Soldaten: 1915-1920. Riga: Nims, 1999.
Der Entwurf des Denkmals auf dem Friedhof der Gebrüder Tukums wurde übernommen. Jauna Tukums Balss. Nr. 16. 1938.




