Holocaust-Gedenkstätte in Palanga Gedenkstätte
Das Holocaust-Mahnmal ist den im Zweiten Weltkrieg ermordeten Juden gewidmet. Archivdokumente belegen, dass am 26. Juni 1941 der Kommandant der Kretingaer Weißband-Einheit und der Kreispolizei, Pranas Jakys (Lukys), die Verhaftung aller Juden in Palanga anordnete. In Palanga baten deutsche Gestapo-Beamte und Polizisten der Klaipėdaer GPK das provisorische Stadtkomitee um Unterstützung bei der Verhaftung der Juden. Die Täter der Massaker wurden in der Nähe des Polizeigebäudes zusammengetrieben. Dort wurde ihnen erklärt, die Juden hätten Kretinga in Brand gesteckt und würden bald auch Palanga niederbrennen, weshalb sie verhaftet werden müssten. Etwa 250 Menschen wurden in der Nähe des Busbahnhofs zusammengetrieben. Die Männer wurden in einer Synagoge untergebracht, die Frauen und Kinder in einem Lager im Dorf Valderiškės. Am 27. Juni 1941 wurden die Männer (111 Juden verschiedenen Alters) zum Meer getrieben und in der Nähe des Birutė-Hügels erschossen. Die Schießerei wurde von deutschen Soldaten unter der Führung des Luftwaffenmajors Hans Stojer durchgeführt.
Verwendete Quellen und Referenzen:
Holocaust-Atlas in Litauen, Link online: http://holocaustatlas.lt/LT/#a_atlas/search//page/1/item/71


