Denkmal für den Offizier des Unabhängigkeitskampfes Jonas Stapulionis in Joniškėlis
Gedenkstätte
J. Stapulionis wurde 1896 im Dorf Gustonys geboren und fiel am 22. September 1920 in einer Schlacht gegen die Polen bei Kapčiamiestis. Er wurde in der Kapelle des alten Friedhofs in Joniškėlis beigesetzt. 1935 errichteten Angehörige ein Denkmal von einzigartiger Form, das eine Kanone darstellt und die Worte Maironis' trägt: „Oh, weine nicht, Mutter, dass ein junger Sohn…“. Der Künstler des Denkmals war Petras Vaivada. Im selben Jahr wurden die sterblichen Überreste von J. Stapulionis von der Kapelle in ein eigens dafür vorbereitetes Untergeschoss des Denkmals überführt. Dieses Mahnmal ehrte symbolisch alle Soldaten des „Todesbataillons“, die für die Freiheit Litauens gefallen waren. 1919 hatte sich in Joniškėlis eine lokale Partisaneneinheit mit dem unheilvollen Namen „Todesbataillon“ versammelt. Mit den Kräften dieses Bataillons wurden die Bolschewiki besiegt und aus Nordlitauen vertrieben. Die erfolgreich kämpfende Einheit wurde zum 9. Infanterieregiment umstrukturiert und erhielt am 16. Februar 1920 den Namen Herzog Vytenis.
Verwendete Quellen und Referenzen:
Damaged Monuments, zusammengestellt von Marija Skirmantienė, Jonas Varnauskas, Vilnius, 1994.
