Denkmal für die Teilnehmer des Juniaufstands von 1941 und die Opfer des sowjetischen Terrors auf dem Friedhof Obeliai
Gedenkstätte

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 Obelių kapinės, Rokiškio r., Litauen
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In der Stadt Obeliai begannen sich einige Wochen vor Kriegsbeginn zwischen Nazi-Deutschland und der Sowjetunion heimlich Rebellen zu sammeln. Zu Kriegsbeginn zogen sich sowjetische Armeeeinheiten über Rokiškis in Richtung Daugavpils zurück. Die Rebelleneinheiten von Obeliai (etwa neunzig Mann), zumeist einfache Bauern, Beamte des Unabhängigen Litauischen Staates und Mitglieder des Schützenverbandes, lieferten sich am 23. Juni 1941 ein Gefecht mit den zurückweichenden Rotarmisten, Milizionären und Parteifunktionären. Die Gemeinde Obeliai wurde zu einer Hochburg des Widerstands gegen die abziehenden Besatzer. Rebelleneinheiten aus Lukštai, Kriaunai und Aleksandravėlė schlossen sich dem Aufstand an. Der Aufstand in der Gemeinde Obeliai vom 23. bis 28. Juni forderte Opfer. Die gefallenen Rebellen und Opfer des sowjetischen Terrors wurden feierlich auf dem Friedhof von Obeliai beigesetzt.

Der Juniaufstand von 1941 und der mutige und entschlossene Widerstand der Bevölkerung von Obeliai gegen die sowjetischen Besatzer weckten den Wunsch, dieses Ereignis mit einem imposanten Denkmal zu würdigen. 1942 wurde auf dem Friedhof von Obeliai, nahe den Gräbern der Gefallenen des Juniaufstands, ein beeindruckendes, acht Meter langes und drei Meter hohes Betondenkmal errichtet. Die Mittel dafür stammten aus Spenden der Anwohner. Der Bau wurde von Leonas Virkutis, dem Pfarrer der Kirche von Obeliai, organisiert und von Gurijus Kateshchenko, dem ukrainischen Eisenbahnvorarbeiter und Teilnehmer des Juniaufstands, entworfen und geleitet.

Während der sowjetischen Besatzung wurde das Denkmal als Symbol des tapferen Widerstands mehrmals zerstört, aber das robuste Monument wurde schließlich erst 1976 zerstört.

Der Wunsch der Bevölkerung von Obeliai, das Denkmal wiederaufzubauen und damit die Teilnehmer des Aufstands und die Opfer des sowjetischen Terrors zu ehren, entstand nach der Wiedererlangung der litauischen Unabhängigkeit. 1997 begann Andrius Dručkus, der Gründer des Museums zur Geschichte der Freiheitskämpfe in Obeliai, sich darum zu kümmern, und Donatas Smalinskas, ein Ehrenbürger der Region Obeliai, setzte diese edle Idee in die Tat um. Dank seines Engagements und des Willens vieler Menschen konnte das Denkmal 2013 wiederaufgebaut werden.

Verwendete Quellen und Referenzen:

Litauisches Genozid- und Widerstandsforschungszentrum, https://www.genocid.lt/centras/lt/3352/a