Festung V der Festung von Kaunas Befestigungsanlage
Fort V in der Stadt Kaunas, in der Nähe der Lagune von Kaunas, wurde in den Jahren 1882–1889 erbaut und seither nur geringfügig umgebaut.
Die Festung hat die Form eines asymmetrischen, langgestreckten Sechsecks. Im hinteren Teil befinden sich Kasernen, und entlang des Verteidigungsgrabens verläuft eine Kontereskarpe. Auf dem Wehrwall befanden sich Artillerie- und Infanteriestellungen. Unterhalb des äußeren Walls lagen Geschützbunker zur Abwehr von Angriffen. Innerhalb der Festungsmauern, unter dem inneren Artilleriewall, befinden sich Lager für Kampfausrüstung, die durch unterirdische Gänge mit Toren mit den Halbkaponieren und der Kaponier zur Verteidigung des Verteidigungsgrabens verbunden sind. Der äußere Graben ist von einer erhaltenen Steilwand mit Schützenstellungen umgeben. An der rechten Flanke der Festung war eine zusätzliche Batterie mit separatem Munitionsdepot errichtet.
Während des Ersten Weltkriegs, als die Deutschen die Festung Kaunas stürmten, wurde Fort V vom Hauptangriff ausgeschlossen und konnte nur wenig zur Verteidigung der Festung beitragen. Beim Rückzug sprengten die Verteidiger des Forts das Pulver- und Munitionsdepot sowie den unterirdischen Gang, der von den Kasernen zu diesem Depot führte.
In der Zwischenkriegszeit beherbergte die Festung eine Waffenwerkstatt der litauischen Armee und einen ballistischen Schießplatz zum Testen von Munition. Ab dem 16. November 1939 befand sich hier kurzzeitig das 7. Lager für internierte polnische Soldaten.
Während der Sowjetzeit wurde eine technische Division des Flugabwehrregiments aufgestellt, die Kasernen zu LKW-Garagen umgebaut, das Gelände mit Betonplatten befestigt und zusätzliche Räumlichkeiten für Flugabwehrraketen und Treibstofflager errichtet. Die Division bewachte strategische Objekte in Kaunas, darunter das Wasserkraftwerk Kaunas.
Die Befestigungsanlagen werden derzeit instand gehalten, und ein großer Teil des Geländes wird von einem aktiven Freizeitsportverein genutzt.