Friedhof der im Zweiten Weltkrieg gefallenen sowjetischen Soldaten in Ķezberkalns
Gedenkstätte

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Friedhof der im Zweiten Weltkrieg gefallenen sowjetischen Soldaten in Ķezberkalns, 2020. Quelle: Planungsregion Riga, Autor: Edgars Ražinskis.
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 Klostera iela 3, Limbaži, Limbažu novads, Lettland
 +371 64070608
 Limbažu tūrisma informācijas centrs
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Gelegen in der Gemeinde Limbaži, in Limbaži, auf dem Burghügel Ķezberkalns.

Kezberkalns ist eine livländische Höhenburg, auf der das sowjetische Besatzungsregime nach dem Zweiten Weltkrieg einen Friedhof für Rotarmisten anlegte. Dort sind 134 Soldaten begraben, höchstwahrscheinlich jene, die im Gebiet Limbaži gefallen sind.

Die meisten Friedhöfe der Roten Armee entstanden nach dem Krieg, als spezielle Gruppen die sterblichen Überreste der Soldaten umbetteten. Es war eine schwierige und sehr unangenehme Arbeit. Mangelnde Organisation und geringe Motivation führten zu zahlreichen Fehlern, beispielsweise bei der Erfassung der Umgebetteten. Die Verantwortlichen für die Instandhaltung der Friedhöfe wurden ernannt. Meist handelte es sich dabei um Schulen, Kolchosen und Fabriken. Der Friedhof von Ķezberkalns sollte von Bildungseinrichtungen der Limbaži-Region betreut werden. Ziel der sowjetischen Propaganda war es, alle Lebensbereiche zu durchdringen. Ein integraler Bestandteil war die Russifizierung des politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Lebens, die offiziell als „Annäherung an das große russische Volk“ oder „Modernisierung“ bezeichnet wurde. Die Besatzungstruppen wurden zu „Befreiern“, und die Friedhöfe der Roten Armee in den Stadtzentren waren Teil der ideologischen Infrastruktur. Das Andenken an die Soldaten wurde zu einer inszenierten Figur und einem Mittel politischer Manipulation.

Heute können Sie den Friedhof und die Stelle des alten Burghügels besichtigen.

Verwendete Quellen und Referenzen:

Jahrbuch des Lettischen Besatzungsmuseums. Befreier als Eroberer. Riga: Lettische Gesellschaft für Besatzungsmuseum. 2006.

Zaļkalns, A. Die Menschen vergessen nicht. Sowjetisches Land (Limbaži), Nr. 136. 1960.