Arcadia Park Infrastruktur
Am 27. April 1988 protestierten rund 10.000 Menschen gegen den Bau der Rigaer U-Bahn. Die Kundgebung wurde vom Umweltschutzclub im Arkadija-Park organisiert und begann auf der Esplanade am Rainis-Denkmal. Der Marsch führte über das Freiheitsdenkmal und die Steinbrücke zum Arkadija-Park und erstreckte sich über 2,5 Kilometer. Es war die erste große Kundgebung der Erweckungsbewegung – nicht genehmigt, aber nicht verboten. Die Arkadija-Ortsgruppe des VAK hielt ihre Treffen im Holzgebäude des ehemaligen Arkadija-Kinos ab (2006 abgebrannt, zwei Jahre später abgerissen). Hier versammelten sich Umweltaktivisten, in deren Kreisen Ideen zum Naturschutz entstanden, die sich nach und nach zu Forderungen nach der Wiederherstellung der lettischen Unabhängigkeit entwickelten.
Im Sommer 1988 diente die Bühne im Arkadija-Park (die im Jahr 2000 niederbrannte) der radikalen nationalen Opposition als Treffpunkt. Am 10. Juli fand dort die Gründungsversammlung der Lettischen Nationalen Unabhängigkeitsbewegung statt, an der rund 2.000 Menschen teilnahmen. Als Veranstaltungsort für diverse Massenveranstaltungen behielt der Arkadija-Park während der gesamten Wiedergeburtszeit seine Bedeutung. Im November 2023 wurden im Arkadija-Park Informationsstände der städtischen Agentur „Rīgas dārzi un parkis“ (Stadt und Park Riga) mit den Titeln „Das Holzgebäude des Arkadija-Kinos – eine der Hütten der Dritten Wiedergeburt“ und „Protest gegen den Bau der Rigaer U-Bahn – der Beginn der Wiederherstellung der lettischen Unabhängigkeit“ aufgestellt.

