Rigaer Evangelisch-Lutherische Kirche Infrastruktur
In der zweiten Hälfte der 1980er Jahre fanden in der Kirche von Torņakalns Treffen der Bewegung „Erweckung und Erneuerung“ statt. Diese Gruppe von Pastoren und Gemeindemitgliedern der Lettischen Evangelisch-Lutherischen Kirche (LELB) verteilte am 14. Juni 1987 ein Dokument zur Gründung und den Zielen der Gruppe und lud alle Geistlichen der LELB zum Beitritt ein. Die Gruppe forderte Erzbischof Īriks Mesters und das Konsistorium auf, sich an die Räte für religiöse Angelegenheiten der Lettischen SSR und der UdSSR zu wenden, um gemeinsam einige Punkte der Verordnung über religiöse Vereinigungen der Lettischen SSR zu erörtern, zu bewerten und gegebenenfalls zu überarbeiten, da diese nicht mehr der Realität entsprächen und den Demokratisierungsprozess in der Kirche behinderten.
Am 28. Juli 1987 fand die erste Sitzung der Gruppe statt, in der die Grundprinzipien der Organisation, die sich in „Bewegung der Erweckung und Erneuerung“ umbenannte, sowie Vorschläge zu den Beziehungen zwischen Kirche und Staat und zum internen Leben der LELB verabschiedet wurden. Das Konsistorium der LELB unter der Leitung von Erzbischof E. Mester führte im Juli und August 1987 Repressionen gegen die Mitglieder der „Bewegung der Erweckung und Erneuerung“, Jānis Priednieks, Roberts Akmentiņš, Aivars Beimanes und Modris Plātes, durch und entfernte sie aus ihren Ämtern. Im Dezember 1987 wurden die Mitglieder der Bewegung, Māris Ludviks und Jānis Kārkls, gezwungen, Lettland zu verlassen. Im April 1989 übernahmen auf der Synode der LELB Mitglieder der Bewegung die Führung der LELB, und Kārlis Gailītis wurde zum Erzbischof ernannt.
Verwendete Quellen und Referenzen:
J. Rubenis. Die Evangelisch-Lutherische Kirche Lettlands und die lettische Erweckungsbewegung (1987-1988) // Der baltische Weg der Freiheit / Zusammengestellt von J. Škapars. Riga: Zelta grauds, 2005, S. 424-431.
L. Rozentals. Wiedergeburt und Erneuerung. Riga: Akademische Presse der Universität Lettland, 2024.


