Der Sterbeort des ersten litauischen Freiwilligen, Povilas Lukšys
Gedenkstätte
In der Nähe des Dorfes Taučiūnai im Bezirk Kėdainiai.
Povilas Lukšys war der erste litauische Soldat der Zwischenkriegszeit, der am 8. Februar 1919 im Kampf gegen die Rote Armee fiel. Damit wurde er zum Symbol des Freiheitskampfes und zu einer der Schlüsselfiguren des Unabhängigkeitskrieges. In mehreren Städten wurden Straßen nach ihm benannt, im Garten des Kriegsmuseums wurde eine Büste errichtet, und sein Todestag wurde in den litauischen Armeeeinheiten begangen.
Am 15. September 1929 wurde am Ort des Todes von P. Lukšis im Dorf Taučiūnai ein Denkmal enthüllt, entworfen von Vytautas Landsbergis-Žemkalnis. Die Dreiecksform des Denkmals symbolisiert das dreieckige Freiwilligenabzeichen, das am Ärmel getragen wurde, die drei Terrassen spiegeln die Farben der Nationalflagge wider, und die Pyramide steht für die Ewigkeit. An der Enthüllungszeremonie nahmen Präsident A. Smetona sowie die Angehörigen des Verstorbenen – seine Mutter, Schwestern und sein Bruder – teil. P. Lukšis’ Mutter, die in Armut lebte, erhielt ein Stück Land auf dem Gut Paobelė in der Nähe des Ortes, an dem ihr Sohn starb. Der nahegelegene Bahnhof Šlikiai ist nach Lukšiai benannt. 1962 wurde das Denkmal abgerissen und 1992 originalgetreu wiederaufgebaut.
Verwendete Quellen und Referenzen:
Kęstutis Kilinskas, Wie die Erinnerung an Antanas Juozapavičius und Povilas Lukšis im Litauen der Zwischenkriegszeit geformt wurde, Naujasis Židinys – Aidai, Nr. 1, 2022. Online verfügbar: https://nzidinys.lt/kestutis-kilinskas-kaip-formuota-antano-juozapaviciaus-ir-povilo-luksio-atmintis-tarpukario-lietuvoje-nz-a-nr-1
Vasilijus Safronovas, Kęstutis Kilinskas, Dangiras Mačiulis, Geschichte der Überlebenden in der Zwischenkriegszeit. Rollen, Erfahrungen, Lehrbucherzählungen und die Politik der Erinnerung, Žibėda, 2022







